Wie kann ich die Sichtbarkeit einer B2B Website erhöhen?

Suchmaschinenoptimierung ist ein sehr weites Feld und Fachartikel sind schnell zu detailliert. Hier wollen wir bewusst mit einfachen SEO-Tipps gegensteuern. Neben dem folgenden Artikel über die Voraussetzungen für eine erfolgreiche SEO, findest Du hier einen Beitrag, der die Wirkungsweise von SEO auf den Punkt bringt.

Um bei Google gefunden zu werden, gibt es ein paar Handgriffe, die noch gar nichts mit der SEO-Praxis zu tun haben. Aber eben die Grundlage schaffen.

Aus diesem Grund geht es in diesem Artikel um die grundsätzlichen Voraussetzungen und Basis-Tipps für eine erfolgreiche Suchmaschinen­optimierung, die Du selbst machen kannst.

Denn die tatsächliche SEO-Umsetzung gehört für unser Verständnis in Spezialisten-Hand und ist keine Management-Aufgabe. Als Unternehmer oder Marketing Manager solltest Du verstehen, welche Maßnahmen gemacht werden und warum. Auch eine regelmäßige Kontrolle der Marketing Kennzahlen ist sehr wichtig.

Wann macht es Sinn, über Optimierungen nachzudenken?

Eine bestehende Unternehmenswebsite zu optimieren, lohnt sich immer dann, wenn es bisher keine Anfragen von unbekannten (!) Interessenten über die Website gab. Keine Anfragen deuten darauf hin, dass die Internetpräsenz bei Google noch nicht gut genug gefunden wird.

Wenn eine Website als unterstützender Kanal zum Business-Networking, zu Messen oder zum Empfehlungsmarketing funktioniert, ist das schon ein guter Anfang. Bekannte Kontakte fragen an, und fühlen sich von der Website angesprochen und nicht abgeschreckt.

Doch das Potenzial einer Internetpräsenz wird so nicht ausgeschöpft. Das Ziel ist es eben in den meisten Fällen, komplett unbekannte Personen auf sich aufmerksam zu machen.

Welche Website eignet sich?

Um Suchmaschinenoptimierung anzugehen, sollte die Website anpassbar sein. Die Zugänge müssen also im Unternehmen (nicht nur bei einem externen Programmierer oder Webdesigner) vorhanden sein.

Die Website muss bereits aktuellen Standards entsprechen, also im Responsive Design gut mobil bedienbar sein. Was weiterhin wichtig für eine stabile Website ist, erfährst Du im Artikel „B2B SEO Anforderungen“.

Bei der Suchmaschinenoptimierung ist zudem eine WordPress Website ideal. Denn WordPress bietet alle wichtigen SEO-Voraussetzungen und ist weltweiter Marktführer für Website-Technik. SEO ist selbstverständlich auch ohne eine WordPress Website möglich, doch die Realisierung dauert immer länger und ist oft auch teurer, wenn aufwendige Anpassungen benötigt werden.

Kostenlose Google Dienste nutzen

Es gibt eine Reihe von nützlichen Google Diensten, die kostenlos sind, wie die Search Console, Analytics oder das Unternehmensprofil.

Anzeigen schalten zu lassen über Google Ads ist dagegen natürlich kostenpflichtig.

Alle Dienste werden von einem Google Konto gesteuert. Dieses Google Konto sollte unbedingt Dir gehören. Einzelne Dienste, wie Analytics werden einer Agentur nur freigegeben, damit sie mit reinschauen kann. So hast Du selbst volle Kontrolle.

Google Search Console nutzen und auswerten

Um den Status Quo zu kennen und um einschätzen zu können, wie gut die Website derzeit bei Google gefunden wird, ist die Einrichtung der Google Search Console hilfreich. Der Einrichtungsprozess dauert erfahrungsgemäß nur wenige Minuten, wenn die Zugangsdaten zum Google Profil und zum Webhoster vorliegen.

Dieses kostenlose Werkzeug hilft auch sehr im Verständnis, wie Google die Startseite oder einzelne Unterseiten beurteilt und mit welcher Intension suchende Personen auf die Website gestoßen sind.

Du solltest nach der Einrichtung also erst einige Tage abwarten, bevor Du näher nachschaust und Rückschlüsse triffst, da die Daten verzögert dargestellt werden.

Der Menüpunkt „Leistung“ zeigt Dir dann die aktuellen Suchanfragen.

Interessant für etablierte Unternehmen ist dabei auch immer die Markenbekanntheit, also wie oft der Firmenname bei Google anzeigt wird. Damit sieht man, ob sich bisherige Marketingaktivitäten überhaupt schon online auswirken.

Derzeit werden 16 Monate an Leistungsdaten gesammelt. Ältere Daten sind nicht mehr verfügbar, daher ist es sinnvoll sich die Suchanfragen- und Landingpage-Kennzahlen auch in Excel zu exportieren.

Google Unternehmensprofil einrichten

Ebenfalls kostenlos ist ein Google Unternehmensprofil. Du solltest für den Eintrag zwar einen Firmensitz angeben, aber Deine Firma muss nicht zwingend ein lokales Geschäft mit Ladenöffnungszeiten sein.

Gerade für Dienstleister eignet sich das Profil, um auf die Leistungen, Veranstaltungen und aktuelle Kunden-Bewertungen hinzuweisen. Auch kann die Website verlinkt werden. Ein sympathisches Inhaber- oder Teamfoto schafft Nähe zum potenziellen Kunden.

Wird die Website derzeit nur sehr schlecht gefunden, so ist das Google Unternehmensprofil eine gute Option, um überhaupt in der Suchmaschine sichtbar zu sein.

Für die Pflege des Profils solltest Du Dir etwa 1 bis 2 Stunden Zeit einplanen oder besser gleich an einen Experten abgeben, da auch eine Suchmaschinenoptimierung des Profils möglich ist.

Schutz vor unseriösen SEO-Firmen

Folgendes Wissen schützt Dich vor falschen Einschätzungen und Fehlentscheidungen bei der Suchmaschinenoptimierung.

Was immer wieder vorkommt: Ein Google Partner ruft bei Firmeninhabern an, um mitzuteilen, wie verbesserungswürdig doch die Website wäre. Und dass man für den monatlichen Betrag X eine Optimierung vornehmen kann.

Google Partner bedeutet in diesem Fall nur: Diese jeweilige Agentur hat eine Google Ads Zertifizierung. Allerdings gibt Google auch nicht jeder Agentur den Status „Partner“, es müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Da sich viele, insbesondere in der Telefonakquise mit diesem Titel schmücken, bietet Google auch die Möglichkeit den Google Partner-Status auf ihrer Website zu überprüfen.

Jedenfalls wird andersherum keine Zertifizierung benötigt, um kostenpflichtige Google-Anzeigen zu schalten und verwalten. Und eine SEO-Zertifizierung von Google gibt es nicht.

Mit SEO, also der organischen Suchmaschinenoptimierung, hat eine Google Ads Zertifizierung gar nichts zu tun. Der Anrufer ist auch kein direkter Mitarbeiter oder enger Kooperationspartner von Google, was aber manche Agenturen durch ihre Vorstellung am Telefon suggerieren.

Google ist ein riesiger Konzern und setzt viel auf Automatisierung und digitalisierte Prozesse. Bei vielen Aufgaben ist kein Mensch beteiligt, sondern die Plattform und der Algorithmus arbeiten ganz selbstständig. Mit diesem Hintergrund wird klar: Kein Google Mitarbeiter telefoniert Firmen mit schlechten Websites hinterher. Die ganze Sache ist eine beliebte Kaltakquise-Methode von Agenturen. Google schlägt durchaus eine Beratung vor bei einem bereits eingerichteten Google Ads Konto, aber nur per E-Mail, nicht per Telefon.

Wenn Du (vor allem auch ungefragt) ein Angebot oder einen Brief mit einer Website-Analyse bekommst, prüfe, ob es im Moment Deinen Marketingbedarf genau trifft. Verstehst Du, was genau gemacht werden soll? Wenn Nein, dann lass die Finger davon. Seriöse Firmen beziehen Dich transparent in den Optimierungsprozess ein.

Eine Anmeldung in Suchmaschinen ist jedenfalls immer unseriös. Eine Anmeldung in Suchmaschinen passiert automatisch und kann bei neuen Websites kostenlos über die Search Console beschleunigt werden.

Kostenpflichtige Einträge in Webverzeichnisse und Branchenbücher solltest Du Dir ebenfalls sparen, da diese Dienste wenig von realen Menschen genutzt werden und Dir somit keinerlei Mehrwert bieten.

Was ist, wenn Agenturen sagen „Wir machen auch SEO“?

Es gibt kein „wir machen auch SEO“. Entweder ist SEO das Kerngeschäft oder eben nicht. Agenturen, Webdesigner, Texter und Programmierer sagen gerne im Verkaufsgespräch, wir machen auch SEO, weil das schon zum guten Ton gehört.

In einer Zeit, wo es Spezialagenturen für jedes Online Marketing Unterthema gibt, kann das „wir machen auch“ einfach nicht funktionieren. Jeder Wettbewerber, der vom SEO-Spezialisten beraten wird, wird bei Google wesentlich besser gefunden.

SEO ändert sich nicht ständig

Ein immer wiederkehrender Mythos ist die Aussage „SEO ändert sich ständig“.

Was stimmt ist: Der Google Algorithmus ändert sich oft und wird verbessert, um dem Besucher ein besseres Nutzererlebnis zu bieten. Google testet dabei viel in der Darstellungsweise der Suchergebnisse, sodass die Ergebnisse von Zeit zu Zeit in anderem Schrift-Design, mit Vorschaubild oder ohne, mit mehr oder weniger Wörtern etc. angezeigt werden. Das erweckt den Anschein, dass ständig etwas Neues gefordert ist.

Bewährte Strategien in der Suchmaschinenoptimierung ändern sich deshalb aber noch lang nicht. Google bewertet hochwertige Inhalte, die nützlich für Menschen sind, als sehr positiv. Und an diesem grundsätzlichen Konzept ändert sich nichts.

Arbeitet Deine Firma bereits sehr kundenorientiert, so hast Du gute Karten, das auch in Deiner Online Kommunikation und im Website-Aufbau zu nutzen. Sei also nicht besorgt, dass laufende Optimierungen immense Kosten verursachen oder umgesetzte Maßnahmen schnell veralten.

Eine Anfangsinvestition, vor allem in die Strategiearbeit und damit in eine stimmige Website-Konzeption, benötigt es schon. Steht die optimierte Website online, so sind eher die monatlichen Erfolgsmessungen und kleine Anpassungen, also das Dranbleiben und Ausbauen, erfolgsentscheidend.

Die Website muss nicht ständig aktualisiert werden

„Eine Website muss ständig aktualisiert werden!“, „Für SEO benötigen wir unbedingt ein Blog!“ und ähnliches sind beliebte Argumente von Agenturen und Textern, um Unwissenden regelmäßig Aufträge zu entlocken.

Das Gegenteil ist die Wahrheit. Relevante Inhalte einmal veröffentlichen und dann gegebenenfalls nachbessern, wenn die Anfragequote nicht stimmt. Google liebt Klasse statt Masse. Fast keiner unserer Kunden hat ein Blog. Informations-Themen bringen Informations-Traffic. Kommerzielle Themen generieren Leads.

Bestehende Inhalte veröffentlichen

Zuletzt hier noch ein Tipp, wie Du an Inhalte für Deine Website kommst, ohne das Rad neu erfinden zu müssen: Was vor einer Website-Optimierung immer sinnvoll ist, ist eine Art Bestandsaufnahme.

Was gibt es bereits an Inhalten, die die Expertise Deiner Firma gut darstellen?

Das können beispielsweise sein:

  • Präsentationen und Vortragsinhalte
  • Broschüren und Flyer
  • Presseartikel
  • Referenzen und Fallstudien
  • Immer wiederkehrende Kundenfragen

Was davon geht inhaltlich nicht zu tief und kann daher Interesse für Dein Thema wecken? Was verstehen Neukunden in der Regel gut? Was verschafft ihnen einen Aha-Moment?

Viele dieser Inhalte können auf der Website eingesetzt werden. Denn am Ende geht es bei der Firmen-Website ja darum, dass Menschen Vertrauen fassen und mit ihrem Anliegen auf Dein Unternehmen zugehen.

Alle Maßnahmen, um bei Google besser gefunden zu werden, sollen Maßnahmen sein, die Dein Unternehmen mit den richtigen Menschen, also Deinen Lieblingskunden zusammenbringt. Nichts anderes ist Suchmaschinenoptimierung. Relevante Inhalte für eine interessierte Zielgruppe anzubieten. Die Reichweite kommt bei Zielgruppen-Content von alleine durch Google, da hier meist kaum Wettbewerb herrscht.

Sinnvolle nächste Schritte definieren
Richard Sirch – Webgeist B2B SEO Agentur

Jede Firma im B2B-Umfeld ist ein Unikat.

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Danke
Richard Sirch
Geschäftsführer Webgeist GmbH
Strategieberatung und Vertrieb