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Leitfaden für moderne Webseiten

Die Standard Anforderungen an eine moderne Unternehmenswebseite

Seit 2001 haben wir bei Webseitenoptimierungen immer wieder typische, vermeidbare Fehler gesehen. Hier findest Du die Standard Anforderungen an eine Unternehmenswebseite. Du kannst immer mehr machen, wir klären hier die Grundvoraussetzungen. Wir sehen die Webseite sehr stark aus der digitalen Vertriebsbrille mit Fokus auf Onpage Optimierung, also alles was direkt auf der Webseite passiert, wie Leadgenerierung, Benutzerfreundlichkeit und Suchmaschinenoptimierung.

Welches Ziel hat meine Webseite?

Eine neue Webseite macht erst Sinn, wenn ein Ziel definiert wurde. Die Ziele einer Webseite ergeben sich aus der Unternehmensstrategie. Eine Webseite kann auch mehrere Ziele erfüllen.

Typische Ziele für eine neue Webseite:

  • Leads generieren zur Neukundengewinnung (Erhöhen der Anfragerate von Interessenten aus der Wunschkunden Zielgruppe, die die Firma noch nicht kennen)
  • Sichtbarkeit steigern („Reichweite“ ist der Offline Begriff; „Sichtbarkeit“ ist der Online Begriff für Bekanntheit. Die Sichtbarkeit bei Google kann anhand der Anzahl und Positionen von Suchbegriffen zu denen die Webseite gefunden wird gemessen werden. Außerdem können Besucherströme über Verlinkungen zur Webseite oder Social Media Shares gemessen werden.)
  • Neue Mitarbeiter finden (Employer Branding und kostenlose Stellenanzeigen, die bei Google gratis gefunden werden oder bei Facebook beworben werden können)
  • Zeitaufwand für Vertriebsgespräche reduzieren (B2B Angebote sind oft recht erklärungsbedürftig, das geht auf einer Webseite mit Schaubildern oder Erklärvideos einfacher)
  • Kundenservice Anfragen reduzieren (einmaliges Klären von typischen Fragen, Problemlösungen oder Bereithalten von Anleitungen)
  • Höherer Bestandskunden-Umsatz durch eine verbesserte Kundenbindung (Cross Selling und Empfehlungsmarketing unterstützen)
  • Produkte selbst verkaufen, erstmalig über die eigene Webseite (z. B. Digitalprodukte oder standardisierte Beratungspakete, Seminare, Workshops oder Bücher und DVDs)
  • Für Produkte eine höhere Conversion Rate erzielen (die Anzahl der Anfragen oder Sales auf 100 Besucher erhöhen)
  • Verwaltungszeit reduzieren (Stichwort „mehr Unternehmerzeit“ z. B. ein Online Erfassungsformular wird vom Besucher ausgefüllt, Erstgespräche werden über einen Online Kalender gebucht, passwortgeschützter Download von Infoangeboten und Broschüren, Integration des CRM in die Webseite)
  • Event Management Zeitaufwand reduzieren (Integrierte Seminarverwaltung inklusive Buchung von Räumen und Übernachtungen über die Webseite)
  • Tickets verkaufen (Automatisierter Verkauf von Vorträgen, Workshops, Seminaren, Messen, Tagungen, Kongressen, Meetups oder Retreats)
  • Mehr Speaker anwerben (Call-for-Speakers über die Webseite, wie Redner, Seminarleiter, interessante Persönlichkeiten)
  • Mehr Ausstelleranfragen generieren (Ausstellerbereich z. B. bei Messen oder Kongressen)
  • Mehr Presseanfragen von Journalisten erhalten (Attraktivität für Presse z. B. durch eine vorgefertigte Pressemappe mit Pressetexten, Interviews, Logos und hochauflösenden Fotos im Rahmen von positiver Berichterstattung)
  • Mehr Anfragen von Kooperationspartnern oder Sponsoren erhalten
  • Mehr Newsletter Anmeldungen erhalten (Double Opt-In Option nicht vergessen)

Was kostet eine neue, moderne Webseite?

Das Gute am digitalen Marketing ist: Du kannst alles messen. So stellt sich nur auf den ersten Blick die Frage: Was kostet eine gute Webseite? Der Online Unternehmer fragt sich stattdessen: Wie erwirtschafte ich möglichst schnell ein Vielfaches der Kosten für die Webseite, z. B. das 10-fache der Kosten in 36 Monaten ab Onlinegang?

  • Eine professionelle Webseite kostet mit Grundfunktionen ab 3.000 bis 4.000 Euro netto. Als Stundensatz sind 80-120 Euro netto für eine Agentur üblich.
  • Eine Erfolgsmessung erfolgt meistens über das kostenlose Google Analytics. Hier erfährst Du nicht nur Besucherzahlen, sondern ein sehr transparentes Besucherverhalten auf Deiner Webseite. Eine deutsche Alternative ist das kostenpflichtige Analytics Tool etracker. Serverlog Statistiken, wie mit Webalizer, sind zur Erfolgsmessung unbrauchbar, weil sie keine Interaktionen messen.
  • Wir verwenden selbst Google Analytics, das ist in der Grundeinrichtung schon mächtig. Für ein professionelles Online Business müssen Filter für saubere Daten (kein Ghosttraffic wie das Crawling durch SEO-Tools, Spammer und sonstige Bots) und auch eine Messung von Zielvorhaben eingerichtet werden. Es wird in der Online Strategie bestimmt, welchen Lieblingsweg die Interessenten auf der Webseite gehen sollen. Mit dem Analytics Tracking wird gemessen, wann die Besucher abgebrochen haben und nicht zum Ziel gelangt sind. Die Kosten sind normalerweise nicht in einem Webseitenprojekt enthalten, da der Zeitaufwand vom Umfang der Zielvorhaben abhängt. Nach der Analytics Einrichtung durch den Webentwickler fallen keine weiteren Kosten an. Wird eine regelmäßige Auswertung der Statistiken durch die Agentur gewünscht, kann dies nach Zeitaufwand hinzugebucht werden.
  • Welchen Return on Investment strebe ich an? Digitale Prozesse und Workflows können viel menschliche Handarbeit ablösen: Deine Webseite arbeitet für Dich! Also: Was kostet mich ein neuer Mitarbeiter für Verwaltungsarbeiten? Was kostet eine Stellenanzeige in einer Stellenbörse oder Tageszeitung? Was kostet der jährliche Messeauftritt? Was kostet ein Vertriebsmitarbeiter inklusive Gehalt, Laptop, Smartphone und Auto? Die Kosten für die Webseite können sich schnell amortisieren, wenn fokussiert gearbeitet wird.
  • Die genaue Erfolgsmessung erfolgt über das Tracking von Zielvorhaben. Zielvorhaben sind vordefinierte Aktionen auf der Webseite, die durch den Besucher ausgelöst werden, wie der Klick auf eine Produktseite oder der Download eines PDFs. Diesen Aktionen können auch Werte hinterlegt werden, z. B. eine Anfrage über das Kontaktformular ist 10 Euro wert.
    Die Erfolgsmessung kann auch über das Tracking von Conversions erfolgen. Conversions messen den Einkauf über den Warenkorb. Wie viele Einkäufe auf 100 Besucher getätigt wurden, wird dann in der Conversion Rate gemessen, z.B. bei der Verbesserung von 1,5% auf 3% Conversion Rate würde ein Online Shop doppelt so viel Umsatz machen, bei gleichen Marketingkosten.
    Durch die Messung von Zielvorhaben und Conversions können Hürden für den Besucher entdeckt und beseitigt werden, diese Disziplin nennt sich Conversion Optimierung.
    Wichtig bei der Erfolgsmessung ist, dass auf der Webseite die Messpunkte Google Analytics konform erfasst UND dass die Messpunkte in Google Analytics auch tatsächlich ausgewertet werden.

Welche Webseiten Funktionen benötige ich?

Um herauszufinden welche Funktionen die Webseite benötigt, schaust Du, was Deine Webseitenziele unterstützen würde.

  • Der Standard ist ein Redaktionsbereich zum selbstständigen Aktualisieren der Inhalte. Eine moderne Webseite benötigt nicht mehr, dass der Content in HTML eingegeben wird. Das heißt, der Editor ist ähnlich zum gewohnten Arbeiten mit Office, mit Buttons zur Textformatierung und zum Einbinden von Bildern und Videos.
  • Die Standardfunktionen einer Webseite sind außerdem ein Kontaktformular, Google Maps Integration, Video Integration, Blogbereich mit Kommentarfunktion, Pressebereich, Fotogalerie, Teamseite, Impressum
  • Extra Funktionen: Es gibt quasi alles, was Du Dir vorstellen kannst. Was schwebt Dir vor? Ein paar Beispiele zur Inspiration: Eine Seminarverwaltung mit Raumbuchung. Eine Plattform für ein bezahltes Online Coaching. Ein Upload von Fotos durch die Kunden für ein Experten Gutachten durch Dich. Ein interner Verwaltungsbereich mit Workflows, Urlaubsplanung und Personaleinsatzplanung. Ein digitaler Mitgliederbereich. Schnittstellen zu externen oder internen Softwarelösungen wie ERP, CRM, Buchhaltung oder Newsletter. Shoperweiterungen zum eBook Verkauf. Test und Umfrage Tools zur ersten automatisierten Leadqualifizierung. Ein selbstbedienbarer Angebotskonfigurator oder Produktberater. Ein virtueller Rundgang. Eine Webcam Einbindung. Es gibt fast nichts, was nicht programmiert werden kann.
  • Strukturierte Daten sind keine Standardfunktion, sollten aber unbedingt dabei sein. Strukturierte Daten versorgen Google zum Beispiel mit Bewertungssternen, Preisangaben oder Veranstaltungsterminen direkt in den Suchergebnissen! Das wird deutlich besser geklickt, als herkömmliche Suchergebnisse.
  • In Deutschland solltest Du ein Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie Hinweis und SSL-Verschlüsselung (https) auf Deiner Webseite einbinden, um auf der sicheren Seite zu sein.
  • Was Du von einem Webentwickler außerdem erwarten kannst, ist eine saubere SEO-Technik. Google ist eine Maschine, die sehr empfindlich auf meist unsichtbare Technikfehler reagiert. Am besten eine Webseite als Referenz schicken lassen und durch ein Tool wie Ryte schicken. Ryte ist in der Basis Version kostenlos und sollte keine kritischen Fehler zeigen.
  • Optimierung für mobile Geräte ist nicht nur ein Responsive Design. Responsive bedeutet, dass es auf jedem Gerät, ob Smartphone oder Tablet, gut aussieht. Wichtig ist zudem eine schnelle Ladezeit. Google bietet hierzu das kostenlose Tool Test My Site an.

Das richtige Set-Up für die business-kritische Webseite

Angenommen Du hast 2.000 Besucher pro Tag auf der Webseite, dann hast Du andere Ansprüche als jetzt. Die Webseite ist ein festes, business-kritisches Standbein. Daher solltest Du jetzt beim Relaunch die richtigen Weichen stellen.

  • Gehe zu keinem Webhoster, der TV-Werbung macht. Sowohl die Hostingangebote als auch der Service sind nicht gut. Ja, das ist sehr pauschal, aber leider unsere Erfahrung. Willst Du ein Mensch oder eine Nummer sein?
  • Unabhängigkeit vom Anbieter: Wer seine Webseite selbst hosten möchte, dem empfehlen wir DomainFactory. Die Ansprüche an Verfügbarkeit, Sicherheit, Konfigurationsmöglichkeiten und Service sind einfach top. Der Nachteil ist, wenn etwas nicht läuft, muss man sich aktiv an der Fehlersuche beteiligen. Der Vorteil ist, immer Zugriff auf die Webseitendaten und Hoheit über die Administration zu haben, wenn man mit der Internetagentur nicht zufrieden ist.
  • Abhängigkeit vom Anbieter: Wenn sich die Internetagentur zentral um alles kümmert, ist das im Fehlerfall ein großer Vorteil. Die Schuldfrage ist immer geklärt. Auch die Zugriffsberechtigungen unterschiedlicher Personen auf das Webprojekt sind überschaubarer. Bei dieser Konstellation gibt es keine Überraschung, wie ein aufgezwungenes PHP oder MySQL Update, bei dem plötzlich Teile der Webseite nicht mehr funktionieren. Es gibt einen Zugriff auf die Serverkonfiguration, wenn extra Ressourcen benötigt werden.
  • Niemals Webseitenentwicklung oder Online Marketing inhouse machen lassen, wenn Dein Geschäftsbereich wenig Berührungspunkte damit hat und Du in der ersten Liga spielen möchtest. Die Planung, Steuerung und Aktualisierung durch eigene Mitarbeiter ist sinnvoll, doch der Erfahrungsschatz und fachliche Wissensvorsprung einer Internetagentur ist unersetzbar im Online Wettbewerb. Im Online Marketing gibt es ständige und auch zu viele Neuerungen, die intern einfach nicht abbildbar sind.
  • Schutz vor Hacking und Ausfall durch DDOS-Angriffe bedeutet die Webseite, als auch den Webserver ständig aktuell zu halten (lassen).
  • Auch an die Servererreichbarkeit sollte frühzeitig gedacht werden. Eine ungewohnte Spitzenlast an Traffic kann einen Webserver schnell in die Knie zwingen. Als Berater, Dienstleister oder Veranstalter hast Du höchstwahrscheinlich keine gigantischen Besucherströme im Weihnachtsgeschäft. Doch gerade bei größeren Werbekampagnen, Fernsehauftritten, Interviews in reichweitenstarken Printmedien oder vielleicht auch kurz vor einer Messe sollte garantiert sein, dass die Webseite tipptopp verfügbar ist. Sonst war die ganze Mühe umsonst, wenn die Webseite unter den vielen Zugriffen mit der weißen Fahne schwenkt und nur noch mehr ein zaghaftes „Diese Webseite ist vorübergehend nicht erreichbar. Bitte wenden Sie sich an den Serveradministrator.“ erscheint.
  • Für Updates oder Plugin Neuentwicklungen lohnt sich bei trafficstarken Webseiten ein eigener Testserver, also eine Entwicklungsumgebung, auf dem neue Funktionen getestet werden. Dass irgendetwas zerschossen wird, ist nichts Ungewöhnliches, Webseiten sind ein lebendiges System.
  • Backups sollten die Webseite tagesaktuell wiederherstellen können. Es lohnt sich auch die Backups nicht nur zu sichern, sondern auch mal einzuspielen, ob das Backup auch wirklich funktioniert. Auf dem öffentlichen Webserver sollten keine Backups liegen, da sonst Passwörter unverschlüsselt abgespeichert und von Angreifern ausgelesen werden könnten.
  • Für den Upload von Dateien zum Webserver sollte nur ein Rechner mit aktuellem Virenschutz verwendet werden mit einem FTP-Programm, das eine verschlüsselte Verbindung zum Webserver ermöglicht, wie SFTP oder SSH.
  • Ein Hosting in Deutschland ist keine Pflicht, doch die Datenschutz Ansprüche werden immer höher und die Ladezeit profitiert von einem nahen Standort des Servers zum Webseitenbesucher.
  • Für eine maximale Verfügbarkeit, sollte kein „Single Point of Failure“ den Flaschenhals bilden. Das ist etwa ein Webhoster, der keine redundante (doppelt ausgelegte) Infrastruktur hat oder ein einzelner Webprogrammierer, also eine One-Man-Show, jemand, der krank werden kann oder auch mal in Urlaub fährt.
  • Für eine nicht-technikaffine Person sollte ein Notfallplan mit den wichtigsten Telefonnummern und Zugangsdaten bereitliegen.

Was beinhaltet ein gutes Webdesign?

Die Webseite ist das Gesicht des Unternehmens.

  • Es muss dabei dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.
  • Wichtig ist Empathie, daher empfiehlt es sich, neben dem Content auch das Corporate Design auf Aktualität und Nähe zur Zielgruppe zu prüfen. Und dann gegebenenfalls bei einem Relaunch zu überarbeiten.
  • Jede Unterseite hat auch ein Ziel und zwar nur ein einziges Ziel, das die Unternehmensstrategie unterstützt z. B. eine Kontaktanfrage. Call-to-Action (Handlungsaufforderung) dabei nicht vergessen.
  • Bei der Optik und beim Content ist weniger mehr. Weniger „Klickibunti“, mehr Relevanz.
  • Eine Webseite für einen Berater oder Dienstleister sollte zwischen 20 und 30 Seiten haben. Alles darüber ist groß und meist eher Verzettelung. Das verwirrt Besucher.
  • Niemand will lange Texte lesen, außer es ist ein Ratgebertext, ein interessanter Blogartikel oder der Kunde ist kurz vor dem Kauf. Falls die Texte doch länger werden, diese gut strukturieren und mit Überschriften und Medien wie Bildern auflockern und für schnelles Überfliegen optimieren. An den Überschriften kann der Besucher schnell erkennen, ob und wo der Text für ihn relevant ist.
  • Wer gut positioniert ist, braucht keine langen Texte, um bei Google gefunden zu werden.
  • Es sollten maximal 5-8 Menüpunkte verwendet werden, da sich ein Mensch nicht mehr gleichzeitig merken kann. Weitere Menüpunkte sollten sinnvoll verschachtelt werden.
  • Eine gute Webseite löst Probleme und verkauft nicht nur Angebote. Irgendwelche aggressiv blinkenden Pfeile oder automatisch startende Videos, wo man unbedingt jetzt kaufen soll, haben hier nichts verloren. Eine Leserführung und harte Call-to-Actions sind dennoch wichtig und richtig.
  • Wenn Du Stockfotos verwendest, verwende nicht die äußerst langweiligen schüttelnden Hände, hochzeigende Daumen oder grinsende Headsets.
  • Die Content Strategie ist ein eigenes Thema, das diesen Artikel sprengt. Sei grundsätzlich authentisch und mache so viel wie möglich selbst. Verwende nach Möglichkeit eigene Fotos und zeige Persönlichkeit.
  • Eine Business Webseite soll Ziele erfüllen, nicht unterhalten. Das gerät immer wieder in Vergessenheit, insbesondere bei Menschen aus der kreativen Zunft, wie bei Webdesignern und Textern. Eine Webseite kann unterhalten, wenn dadurch die Ziele unterstützt werden, zum Beispiel, wenn Besucher mit passender Leserführung konvertieren und sich im Newsletter anmelden.
  • Im Zweifelsfall lieber eine bessere Benutzerfreundlichkeit, als eine top Google Optimierung.
  • Die Webseite sollte nicht zerstückelt werden, etwa in eine extra Mobile Seite oder über mehrere Domains.

Relaunch Checkliste

Der Ablauf eines Relaunchs ist immer ähnlich. Mit dieser Checkliste wird nichts übersehen.

  • Wunschkunden Profil erstellen zum Beispiel über eine Kundenanalyse, ein Buyer Persona oder über eine professionelle Online Positionierung.
  • Die Positionierungsstrategie legt fest: Was bietet ich für wen an und warum.
  • Den Zeitplan der Webseitenentwicklung mit der Geschäftsstrategie abgleichen. Wann muss was fertig sein? Was ist realistisch? Welche Ressourcen werden benötigt?
  • Kickoff: Alle beteiligten Mitarbeiter und Zulieferer (Internetagentur, SEO, Programmierer, Webdesigner, Fotograf, Grafiker, Texter) haben denselben Wissensstand, was das Ziel der Webseite ist und wer die Zielgruppe ist.
  • Neues Corporate Design anhand der Werte und Bedürfnisse der neuen Zielgruppe.
  • Neue Business Fotos.
  • Ausführliche Keyword Recherche in der Kundensprache der Zielperson. Insbesondere Interaktionsbegriffe und kommerzielle Begriffe sind relevant.
  • Erstellen eines optimierten Webseitenaufbaus: Wichtige Elemente, wie typische Kundenprobleme als auch Umsatzbringer müssen im Webseitenaufbau prominent sichtbar sein: Die Menüstruktur, das Webdesign und die interne Verlinkung werden entsprechend ausgerichtet.
  • Erstellen von suchmaschinenoptimierten Metatexten und Strukturen für die wichtigsten SEO-Seiten (Title, Description, H1-Überschrift, Einleitungssatz, URL, Bildoptimierung). Für 30 Seiten werden erfahrungsgemäß ca. 8 Stunden benötigt.
  • Umsetzung der Webseite durch den Webentwickler.
  • Gleichzeitig erfolgt das Erstellen der neuen Webseitentexte und Bilder.
  • Einrichtung von Google Analytics Zielvorhaben und Integration in die Webseite.
  • Onlinegang.
  • Erstellen einer Umleitungstabelle für Google-konforme 301-Redirects von der jeweiligen alten Seitenstruktur zu den neuen Inhalten.
  • Abschließender Test aller Funktionen, wie Kontaktformular, Links, Buttons oder Warenkorb bis hin zur Dankeseite. Falls vorhanden, testen aller Zahlungsanbieter. Testen, ob in Analytics die Zielvorhaben richtig gemessen werden.

Infografik: Ablauf der Erstellung einer modernen Webseite

Infografik: Ablauf der Erstellung einer modernen Webseite

Der CMS Vergleich

Der CMS Vergleich stellt vier Webseitenlösungen vor: TYPO3 vs. WordPress, Homepagebaukasten und selbst programmierte Webseite.
Wir benutzen zwar selbst WordPress mit WooCommerce, empfehlen für Kunden allerdings TYPO3.

TYPO3 vs. WordPress

Prinzipiell sind beide Content Management Systeme super und durch Open Source auch eine kostenlose Software. Erweiterungen und professioneller Support kosten bei beiden natürlich Geld.

TYPO3

  • TYPO3 ist mehr für die Performer, die ein schnelles und leistungsfähiges CMS möchten.
  • Für Individualprogrammierung von digitalen Geschäftsprozessen stehen alle Möglichkeiten offen. Von Schnittstellen bis hin zu Datenbankenanbindung und alle möglichen Funktionen ist für einen Webentwickler fast nichts unmöglich.
  • Die Einrichtung ist etwas aufwendiger, weil vieles erstmal eingestellt werden muss.
  • Das technikfreundliche TYPO3 wird eher von Programmierern und Unternehmern geliebt, die an Skalierbarkeit und am Lenken von Datenströmen interessiert sind.
  • Grundsätzlich möchten sich die Anwender von TYPO3 auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und die Webseite und Online Marketing an Profis outsourcen, die sich um den Traffic und die Wartung der Systeme sorgen.
  • Für Communities, wie ein Forum auf der Webseite, ist TYPO3 nicht geeignet.

WordPress

  • WordPress ist das vollausgestattete CMS, das auch den kreativen Geistern Spaß macht, aber eigentlich mehr in der breiten Masse zu Hause ist. Das liegt in dem Ursprung als reine Blogsoftware. Inzwischen ist WordPress nicht nur ein vollwertiges CMS, sondern auch mit Abstand das weit verbreitetste Homepagesystem mit einer riesigen Community. Der Marktanteil von WordPress liegt weltweit bei knapp 60% unter den Content Management Systemen.
  • WordPress hat viel Power, jede Menge Funktionen und Schnickschnack, was Du aber bei einer Unternehmenswebseite nicht unbedingt immer brauchst.
  • Die Einrichtung von WordPress ist etwas günstiger als TYPO3, weil Du bei WordPress prinzipiell einsteigen und loslegen kannst.
  • Dafür ist WordPress nicht so schnell, weil es einfach etwas überfrachtet ist. Aufgrund des Look&Feels wird WordPress eher von Webdesignern und Selbstständigen geliebt.
  • Bei WordPress ist der Update Zyklus sehr hoch, was manchmal etwas nervig sein kann.
  • Der User ist außerdem etwas entmündigt, da es in der Masse an Anwendern ein großes Know-how Gefälle gibt. So kann es durchaus mal passieren, dass nach einem Update sich ein „Feature“ untergeschoben hat, was so nicht gewünscht ist. Das ist selten, kann aber passieren.
  • Durch bestehende Community Erweiterungen wie BuddyPress erhältst Du schnell Foren, Privat Nachrichten und Gamification Funktionen.

Homepagebaukasten und selbst programmierte Webseiten

Von einem Homepagebaukasten, den Du Dir zusammenklicken kannst, oder einem selbstprogrammierten Webseiten CMS raten wir komplett ab.

  • Auf Google Traffic kann niemand verzichten. Daher sollte man niemals einen Homepagebaukasten oder selbstprogrammierte Webseiten CMS verwenden.
  • Bei einer selbst entwickelten Lösung wird die Reparatur der SEO-Technikprobleme Unsummen verschlingen oder schlimmstenfalls der Webseite das Genick in den Google Rankings brechen. Das ist nicht übertrieben.
  • Bei einer selbst programmierten CMS ist die Liste der Funktionen die „nicht gehen“ lange. Aus wirtschaftlichen Gründen werden selbst einfache Funktionen oft erst programmiert, wenn genügend Featureanfragen auf dem Tisch liegen. Mehr Funktionen bedeuten immer Programmierkosten und einen höheren Wartungsaufwand. Ein Open Source CMS kann meistens alles oder lässt sich kostengünstiger erweitern.
  • Manchmal gibt es eine kleine Programmier-Firma ohne eine große Entwicklergemeinde in ein paar Jahren nicht mehr. Was ist, wenn die Webseite nicht mehr funktioniert?
  • Wie viele Leute kennst Du, die über ihren Homepagebaukasten Leads generieren? Wenn jemandem seine Kunden nur einen Homepagebaukasten oder eine Visitenkarten Homepage Wert ist, erhält er normalerweise als Dank die Anfragequote von 0,0% pro Monat.
  • Mit einer selbst programmierten Webseite und einem Homepagebaukasten bist Du in völliger Abhängigkeit von Erreichbarkeit, Serverwahl, Datenschutz, Exportfunktion und Erweiterbarkeit.
  • Bei einem Homepagebaukasten bist Du nur eine Kundennummer in der Warteschleife der Hotline.

Wie finde ich eine gute Internetagentur?

Hier findest Du die Tipps zur Auswahl einer Internetagentur. Grundsätzlich solltest Du schauen, ob die Agentur ähnliche Werte hat wie Du, damit es langfristig funktioniert. Die Zusammenarbeit ist ein Geben und Nehmen. Zu einer Agentur „Mach mal!“ zu sagen, wird nicht funktionieren.

  • Kannst Du Dein Business in einem Satz, einem sogenannten Elevator Pitch formulieren, weiß Deine Internetagentur, was zu tun ist, um Deine Webseiten Ziele umzusetzen. Je klarer Deine Strategie, desto besser wird das Ergebnis.
  • Das Briefing, also Dein Anforderungskatalog, ist ausschlaggebend für eine erfolgreiche Webseite. Eine gute Agentur hilft Dir bei der Erstellung des Briefings.
  • Du hast einen festen Ansprechpartner, den Projektmanager, der sich um alles kümmert. Dein Ansprechpartner hat Sozialkompetenz, ist gut erreichbar und redet nicht unverständliches Programmierer- oder Marketingdeutsch. Ist er in Urlaub oder krank, gibt es eine Vertretung. Frage am besten proaktiv nach, wie das gehandhabt wird.
  • Du erhältst alles Notwendige aus einer Hand (Webentwicklung, Hosting, Grafik, Logo, Webdesign, Analytics Einrichtung und Auswertung).
  • Die Internetagentur kann selbst programmieren, denn das ist ausschlaggebend. Der überwiegende Teil der Internetagenturen kann nur anpassen, nicht entwickeln. Es sollten immer angestellte Programmierer und Webdesigner vorhanden sein, das ist ein sehr gutes Zeichen! Sonst wird bei Agenturen eher nur durchgereicht an Freelancer. Das ist als Puffer bei Engpässen in Ordnung, aber aus Qualitätsgründen keine Dauerlösung. Ein Webdesigner kann normalerweise nicht programmieren.
  • Eine gute Internetagentur verkauft Dir nichts, was Du nicht brauchst.
  • Die Mitgliedschaften der Agentur in Verbänden sind weniger interessant. Zertifizierungen über das Know-how und die Arbeitsqualität sind interessant, zum Beispiel für datenschutzkonformes Arbeiten, abgeschlossene Google Zertifikate oder andere fachliche Zertifikate und Qualitätssiegel, wie etwa vom TÜV oder ISO Zertifizierungen.
  • Es gibt nicht nur Referenzen „Logos“, sondern echte Referenzschreiben oder Fallstudien von Projekten mit gleichem Funktionsumfang, wie Du es für Deine Webseite benötigst.

Nachdem Du so ausdauernd diesen Ratgebertext über die Anforderungen an eine moderne Webseite durchgelesen hast, wünschen wir Dir viel Erfolg bei der Umsetzung! Hat Dir der Artikel gefallen, freuen wir uns, wenn Du Webgeist weiterempfiehlst.

Hast Du noch keine vernünftige Internetagentur, die Dir eine moderne Webseite entwickelt?

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