Mitarbeiter online finden

Wie sucht man heute Mitarbeiter? Mitarbeiter kannst Du inzwischen sehr gut online finden. Die typischen Online Stellenbörsen sind allerdings nicht unbedingt der beste Weg. Die großen Jobportale sind oft unübersichtlich und vollgestopft mit Personalvermittlern. So werden Arbeitnehmer praktisch gezwungen auch über die Google Suche nach neuen Arbeitgebern zu suchen.

Es erfordert etwas Nachdenken und Suchmaschinenoptimierung, damit Du gute und motivierte Mitarbeiter über Google finden kannst – aber es funktioniert und es lohnt sich. Wir zeigen Dir, worauf Du achten solltest, wenn Du über die eigene Webseite offene Stellen bewerben möchtest.

Hier schreibt:

Richard Sirch
Richard SirchStrategieberater
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1. Mitarbeitersuche über Google

Die Formulierung „Mitarbeiter online finden“ ist genau genommen nicht richtig, denn eigentlich ist es andersherum: Deine Firmenwebseite wird von Bewerbern gefunden, bei dieser „Mitarbeitersuche“ über Google.

Im Grunde genommen ist die Suchmaschinenoptimierung für Stellenangebote nichts Neues:

  • Schreibe auf Deine Webseite zu was Du gefunden werden möchtest.
  • Gib Dir Mühe mit einer gewissen Relevanz und Benutzerfreundlichkeit.
  • Die obligatorische Vorab-Prüfung, ob diese Stellenbezeichnung tatsächlich bei Google gesucht wird, darf natürlich nicht fehlen. Sonst hast Du zwar eine schöne Karriereseite, aber keine Besucher, weil eben keiner nach exakt dieser Schreibweise der Stellenbezeichnung gesucht hat.

Zusätzlich zu den normalen Google Suchergebnissen bietet Google inzwischen eine Art eigene Stellenbörse an namens „Google for Jobs“. Dabei handelt es sich um eine Erweiterung der Google Suchergebnisse um eine integrierte Jobsuche-Funktion.

Andere nützliche Funktionen in der Google Suche kennst Du vielleicht schon, wenn Dir die Google Suche von sich aus Übersetzungen oder einen Flüge- oder Hotelvergleich anbietet. Die Veröffentlichung in der Google Jobsuche entsteht mit ein bisschen Glück automatisch, wenn der Google Bot auf Deiner Webseite spezielle strukturierte Daten entdeckt und übernimmt.

2. Gute Mitarbeiter sind nicht schwer zu finden

Es gibt eine stehende Phrase „Gute Mitarbeiter zu finden ist schwer“. Das ist allerdings ein Glaubenssatz und entspricht nicht der Wahrheit.
Ja, es ist für uns als Agentur schon aufwendig für unsere Kunden eine suchmaschinenoptimierte Karriereseite aufzubauen. Doch danach funktioniert es wie von selbst, passende Bewerber fragen an. Der einzige Wermutstropfen ist, dass die Zeit bis wann die Suchmaschinenoptimierung funktioniert, schwer abschätzbar ist.
Manchmal werden Stellenangebote erst nach Monaten gut gefunden, manchmal funktionieren sie innerhalb von Tagen.

Ein Kunde von uns hatte bereits eine sehr gute, suchmaschinenoptimierte Webseite, die regelmäßig Kunden gewinnt. Er hatte sich von einer Personalberaterin Stellenanzeigen anfertigen lassen, die genau so veröffentlicht werden mussten. Diese Jobausschreibungen waren über etwa zwei Jahre auf der Webseite und hatten keinen einzigen Bewerber gebracht. Wir haben daraufhin eine suchmaschinenoptimierte Karriereseite entwickelt. Am Tag nach der Veröffentlichung der neuen Stellenangebote auf der Webseite hatte die Firma drei (!) relevante Bewerbungen.

Gut, es war etwas Glück dabei, weil es große Stellenbörsen gibt, die automatisiert Stellenangebote von Firmenwebseiten übernehmen, damit deren Stellenmarkt noch größer aussieht. So hat unser Kunde eigentlich Bewerber über eine Stellenbörse bekommen, aber nichts dafür gezahlt. Über exakt welchen Weg die Bewerbungen stattfanden ist letztlich nicht wichtig. Die Suchmaschinenoptimierung funktioniert.

Auch wir hatten unseren WordPress SEO Manager Tobias über eine eigene Stellenanzeige auf unserer Webseite gewonnen. Er ist inzwischen ein wichtiger Bestandteil unseres Teams. Witzigerweise kann er inzwischen selbst die SEO-Konzepte für Karriereseiten entwickeln und auch gleich in WordPress umsetzen.

Lisa Sirch, Marketingberaterin
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3. Motivierte Mitarbeiter finden erfordert Nachdenken

Um motivierte Mitarbeiter zu finden, ist es erforderlich, etwas nachzudenken.

Stellenangebot Rahmenbedingungen

  • Welche Stelle möchte ich besetzen?
  • Wie ist die Berufsbezeichnung heute?
  • Wie war die Bezeichnung des Ausbildungsberufs früher?
  • Was bin ich bereit in den Mitarbeiter zum Beispiel an Fortbildung zu investieren?
  • Welche Flexibilität im Arbeitsmodell biete ich an wie Teilzeit oder Homeoffice?

Bewerber Persona

  • Welcher Personentyp könnte diese Stelle ausfüllen?
  • Welche Bedürfnisse hat diese Persona?
  • Was könnte dieser oder diese googeln?

Motivationen von Bewerbern (abgesehen vom Gehalt)

  • Angenommen jemand sucht nach „Vormittagsjob“, dann könnte es etwa jemand sein, dessen Kinderbetreuung nur vormittags stattfindet und daher auch nur vormittags arbeiten kann. Dieser jemand könnte sehr motiviert sein, weil gerade bei hochqualifizierten Fachkräften eine geistige Unterforderung stattfinden kann. Der Tag besteht typischerweise aus Routinen wie Kinderversorgung und Haushaltsdingen und der Bewerber oder Bewerberin sehnt sich vielleicht nach Konzentrationsarbeit oder einfach ein Umfeld aus Erwachsenen.
  • Jemand der nach Quereinstieg sucht, muss zwar qualifiziert werden, aber macht die Fortbildung freiwillig und muss voraussichtlich nach der Einarbeitung kaum kontrolliert werden.
  • Jemand der nach Weiterbildungsmöglichkeiten etwa als Techniker sucht, der ist auch jemand der offensichtlich in seinem Beruf nicht nur einen Job, der die Rechnungen bezahlt, sondern auch seine Berufung gefunden hat. Warum diesem Bewerber nicht die Weiterbildung bezahlen, sofern er wechselt und fester Mitarbeiter wird?
  • Es gibt immer wieder Menschen, die vor einer schwierigen Arbeitsmarktsituation stehen und möglicherweise dankbar und motiviert sind, wenn man ihm/ihr eine Chance gibt. Beispiele könnten sein ein gewisses Alter oder ein Migrationshintergrund oder ein Leben als Rollstuhlfahrer oder eine Schreibschwäche als Legastheniker und so weiter. Vielleicht spielt die Einschränkung eben genau bei diesem Arbeitsplatz in der gewünschten Stelle gar keine Rolle.
  • Jemand der nach einem Stellenangebot im Homeoffice sucht, wohnt möglicherweise auf dem Land oder pflegt Angehörige oder hat gar kein Auto und kann vielleicht keinen anderen Job annehmen als im Homeoffice.
  • Jemand der Stellenangebote als Frührentner sucht, möchte vielleicht das Gefühl haben gebraucht zu werden oder hat festgestellt, dass 24 Stunden 7 Tage die Woche zu Hause mit dem Partner aufeinander zu pappen, doch nicht das Richtige für die Beziehung ist.

Hat man sich seine Recruiting-Strategie zurechtgelegt, kann in einer Keyword Recherche überprüft werden, ob die Zielgruppen besondere Formulierungen wie „Buchhaltungsjob im Homeoffice“, „Webdesigner Stellenangebote Quereinstieg“ oder „behindertenfreundlicher Arbeitgeber“ googeln.

4. Jobs online bewerben – Das ist realistisch

Es wäre die falsche Erwartung, zu denken Jobs online zu bewerben wäre ein Klacks.
„Jetzt kopiere ich schnell die vorhandenen PDF-Texte der Stellenangebote in meinen Homepagebaukasten und los geht’s.“ – Viel Glück dabei…

Es gibt vier Voraussetzungen, damit die Mitarbeitergewinnung durch Suchmaschinenoptimierung überhaupt fruchten kann:

  • Die Webseite macht für Bewerber einen gepflegten Eindruck.
  • Die Firma macht für Bewerber einen vertrauenserweckenden Eindruck.
  • Die Webseite ist technisch einwandfrei.
  • Die bisherigen Inhalte sind suchmaschinenoptimiert.

Es steckt viel Strategiearbeit, Keyword Recherchen und Konzeption dahinter, bevor eine suchmaschinenoptimierte Stellenanzeige auf der Webseite online gehen kann. Du solltest mit einem mittleren vierstelligen Betrag rechnen für die Suchmaschinenoptimierung von einer eigenen Stellenbörse in Deiner bestehenden WordPress Webseite.

Ist die Umsetzung auf der Webseite vollbracht, gilt es monatlich die SEO-Kennzahlen im Auge zu behalten, wie die Jobseiten bei Google einsteigen.

Möchte Dein Unternehmen wachsen, sollte eine Stellenausschreibungs-URL übrigens immer online bleiben, falls weitere Fachkräfte, wie etwa Techniker, irgendwann benötigt werden könnten. Das bedeutet, dass das alte Stellenangebot als „alle Stellen sind derzeit besetzt“ gekennzeichnet wird, aber „Initiativbewerbungen immer gern gesehen sind“ oder „man sich informieren lassen kann, wenn es wieder offene Stellen gibt“.
Hintergrund, warum Stellenangebote online bleiben sollen, ist, dass Google Inhalte erst mit der Zeit immer besser rankt, daher wäre ein Löschen und später erneutes Anlegen eines Stellenangebots ein unnötiger SEO-Fehler.

5. Fazit

Um Mitarbeiter online zu finden, rechnet sich die Investition insbesondere im Bereich Suchmaschinenoptimierung. Das liegt daran, dass bei SEO eine einmalige Arbeit auf der eigenen Webseite über die nächsten Jahre kostenlos Bewerber über Google gewinnt.

Im Gegensatz dazu sind die üblichen Online Marketing Maßnahmen eben zeitlich begrenzt. Und es wird auf Plattformen geworben, die einem nicht selbst gehören und damit auch nicht in das eigene Unternehmen langfristig einzahlt.

Beispiele wären:

  • Recruiting Kampagnen in Social Media Plattformen wie Xing oder LinkedIn
  • Stellenanzeigen in Online Jobportalen
  • Stellenanzeigen in der Stellenbörse der eigenen Stadt
  • Stellenanzeigen in einem Nischenportal

Wird eine Kampagne nicht mehr gezahlt, wird die Stellenanzeige vom Portalbetreiber entfernt.
Suchmaschinenoptimierung ist im Gegensatz dazu nachhaltig, denn die eigenen Stellenanzeigen generieren über Jahre Bewerber und Du hast keine laufenden Kosten.

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