Kontaktseiten

Optimierte Kontaktseiten bedeuten für B2B Dienstleister meist auch mehr Kundenanfragen.

Nutzt Du alle Kontaktwege optimal auf Deiner Webseite, um Kunden zu gewinnen?

Deine Unternehmenswebseite ist mehr als ein schönes Schaufenster, die Besucher müssen auch ins Gespräch mit Dir kommen, nicht nur oberflächlich reinschauen. Der beste Besuchermagnet hilft Dir allein noch nicht weiter, wenn die Besucher keinen Kontakt aufnehmen.

Kontaktanfragen von relevanten Interessenten sind das große Ziel. Wie viele Anfragen bekommst Du monatlich über Deine Webseite?

Dieser Artikel gibt Dir eine Übersicht über verschiedene Wege, wie potenzielle Kunden über die Unternehmenswebseite Kontakt aufnehmen können.

Hier schreibt:

Lisa Sirch
Lisa SirchMarketingberaterin
Newsletter

1. Welche Kontaktwege gibt es?

1.1 Newsletter – unverbindlich Informationen erhalten

Ein erster Schritt in Richtung Kontaktaufnahme kann ein Newsletter sein. Dieser muss auch gar nicht ständig erscheinen, es gibt verschiedene Konzepte dafür. Manche Firmen schreiben ihren Newsletter auch wirklich nur dann, wenn es Neuigkeiten zu verkünden gibt. Andere Unternehmen haben einen Redaktionsplan, welche Inhalte wann veröffentlicht werden.

Eine gewisse Regelmäßigkeit bringt Dir als Unternehmer vor allem eins: Deine Firma bleibt in den Köpfen präsent.
Für Deine Interessenten ergibt sich die Möglichkeit, mehr über die Arbeitsweise Deiner Firma zu erfahren. Gerade bei hochpreisigen Produkten kann das die Kaufentscheidung gut vorbereiten.

Du hast durch einen Newsletter die Möglichkeit, zu Umfragen und Rückmeldung aufzurufen. Bei personalisierten Newslettern können Abonnenten auch individuell nach ihren Interessengebieten angesprochen werden. Ein Newsletter kann mehr Interaktion sein, als es vordergründig scheint.
Man bleibt außerdem im Gespräch. Wenn wir persönlich unterwegs sind, werden wir auch manchmal auf unseren Newsletter angesprochen.

1.2 E-Mail-Adresse – der individuelle Kontakt

E-Mail-Anfragen beinhalten sehr wertvolle Informationen für Deine Firma, denn sie geben Deinem Interessenten keine Form vor und er hat die freie Wahl, was er schreibt und wie er es formuliert. So bekommst Du aus erster Hand die Kundensprache mit, die sich manchmal deutlich von Deiner Fachsprache unterscheidet. Mehr dazu hier im Artikel „Kundenbedürfnisse“.

Tipp: Nenne auf der Webseite auch gleich einen konkreten Ansprechpartner, idealerweise mit Profilbild. So kann der Interessent seine Anfrage direkt an die richtige Person stellen. Menschen kaufen ja von Menschen und nicht von unpersönlichen Firmen.

Du als Anbieter hast die Wahl, wann Du antwortest. Du hast Zeit genug, Dich vorab zu informieren, wer der Interessent ist (Recherche über seine Webseite, Social Media etc.) und ob er passen könnte.

Je nach Anfrage ist es aber auch sinnvoller, nicht beim E-Mail-Kontakt zu bleiben, sondern in die mündliche Kommunikation zu wechseln. Du musst ja nicht sofort anrufen, sondern kannst einen konkreten Terminvorschlag schicken. Vielen Menschen ist das auch lieber, denn so werden sie nicht überrumpelt und können sich das Telefonat gut einplanen.

1.3 Kontaktformular – konkreten Bedarf erfahren

Kontaktformulare sind besonders nützlich, wenn Du verschiedene Lösungen und Angebote hast. Was viele Unternehmen richtig machen: Pro Thema und Angebot gibt es eine eigene Landingpage.

Ein häufiger Fehler ist allerdings: Ein Kontaktformular für alle Anfragen.

Warum? Der Besucher hat sich Detail-Informationen über ein bestimmtes Angebot durchgelesen. Jetzt möchte er anfragen, klickt auf einen Button. Und landet auf einer allgemein gehaltenen Kontaktseite. Er muss sein Anliegen nochmal extra schildern. Die Frustration steigt, er fühlt sich nicht wertgeschätzt.

Dies lässt sich über zwei Ansätze lösen: Ein Kontaktformular, das mittels einer Drop-Down-Auswahl oder Feldern zum Ankreuzen verschiedene Anfragen abdecken kann.

Oder besser: Jeweils ein Kontaktformular pro Angebotsseite.

Denn: Kommen Besucher über Google, so steigen sie oft auf einer Unterseite der Webseite ein. Sie lesen sie sich diese Unterseite durch. Meist aber nur diese eine Seite. Sie klicken sich nicht durch die gesamte Webseite.

Für Unternehmen bedeutet das: Möglichst alle relevanten Informationen auf dieser einen Seite zur Verfügung stellen. Und für Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme sorgen. Ein Kontaktformular sollte aber nur die wirklich benötigten Daten abfragen. Zu lange Kontaktformulare oder Felder, die zu vertrauliche Angaben erfordern, werden meist nicht gut angenommen.

Hier zusammengefasst die Vorteile von Kontaktformularen:

Nutzen für den Besucher:

  • Er hat einen konkreten Leitfaden, an den er sich halten kann beim Ausfüllen, er wird sozusagen „geführt“. Und er muss sich selbst keine Gedanken machen über die Form (anders als bei einer E-Mail).
  • Er muss nicht extra ein E-Mail-Programm öffnen.
  • Es ist sehr sicher, dass die Anfrage ankommt, denn sie landet eher nicht im Spam. (Sofern der Webseiten-Betreiber seine Formulare regelmäßig testet.) Während bestimmte E-Mail-Adressen schon mal im Spam landen.

Nutzen für Dich als Webseiten-Betreiber:

  • Du kannst pro Unterseite ein einzelnes Formular erstellen und siehst über den Zeitverlauf, welches Thema/Angebot besonders beliebt ist.
  • Formulare lassen sich leicht über Google Analytics tracken und Conversion-Messung ist damit leichter möglich.
  • Du kannst relevante Kundendaten für ein nachfolgendes Gespräch einsammeln und Dich besser vorbereiten. Du weißt vorab mehr über Deinen Gesprächspartner.
  • Du kannst gezielter auf die Anfrage eingehen, wenn Du bestimmte Angaben weißt. Dein individuelles Angebot an den Interessenten wird damit präziser und passgenauer. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde den Auftrag annimmt, ist somit höher.

1.4 Online Kalender – Kennenlerntermine, die auch wirklich stattfinden

Kennst Du das? Du sprichst mit Menschen, die Deine Leistungen deutlich mehr als nur interessant finden. Aber über mehr wie „Wir sollten uns treffen!“ oder „Wir sollten da was zusammen machen!“ geht der Kontakt nicht hinaus. Es bleibt zu unverbindlich.

Mit einem Online Kalender hast Du die Möglichkeit, konkrete Termine für Deine Interessenten bereitzuhalten. Du kannst diesen Online Kalender gezielt an einzelne Kontakte verschicken, um Erstgespräche zu planen.

Aber auch für Besucher, die über Google auf die Webseite stoßen, bietet der Online Kalender große Vorteile: Sie können sich selbstständig einen Termin reservieren. Sie müssen dies nicht zu Deinen Geschäftszeiten tun, sondern können frühmorgens oder am Abend direkt etwas vereinbaren.

Den Zeitrahmen, wann das Erstgespräch dann stattfindet, bestimmst Du, indem Du vorab Zeitfenster für den Kalender bereitstellst. Auch ein großer Vorteil davon: Kein Anrufer platzt so in das Teammeeting oder die Mittagspause. Oder Du vergibst erst Termine für den Nachmittag, sodass Du am Vormittag bei wichtigen Konzentrationsaufgaben produktiv bist. Nach dem Mittagessen sind die meisten Menschen auch zufriedener, was eine gute Gesprächsgrundlage ist.

1.5 Telefonnummer – direkt und spontan anfragen

Der Klassiker ist natürlich die Telefonnummer auf der Webseite. Wusstest Du, dass Du eine virtuelle Ortsnummer haben kannst? Mittels Voice over IP ist dies möglich, unabhängig von einem echten Festnetzanschluss. Du kannst mit dieser Nummer auch von Deinem Handy aus telefonieren, ohne im Büro vor Ort sein zu müssen.

Bei lokal ansässigen Unternehmen gilt eine Telefonnummer mit regionaler Vorwahl möglicherweise seriöser als Handynummern.

Ein virtueller Telefonanschluss ermöglicht es Dir auch einen zeitgesteuerten Anrufbeantworter einzuschalten. Damit herrscht im Homeoffice auch abends Ruhe.

Für Deine Kunden bieten festgelegte Telefonzeiten auch eine gute Orientierung, wann sie Dich zuverlässig erreichen. Ständige Erreichbarkeit ist in Zeiten von Burn Out auch längst kein Zeichen mehr von Stärke.

1.6 Video-Anruf – fast wie ein echtes Treffen

Eine lange Anfahrt, Parkplatzsuche und dann noch das Firmengebäude und den Eingang finden – das gehört heute der Vergangenheit an, wenn Du die Möglichkeiten des digitalen Zeitalters ausschöpfst. Es gibt verschiedene Anbieter für Video-Anrufe, wie Zoom, aber auch WhatsApp oder Skype kann sich eignen.

Für manche Kunden ist diese Art der Kommunikation noch neu, für manche aber auch schon der normale Alltag. Hier hilft wie so oft im Kundenkontakt: Nachfragen und auf die Kundenwünsche eingehen. Viele sind dankbar, wenn sie die Tools kurz erklärt bekommen und freuen sich über die unkomplizierte Kontaktmöglichkeit.

1.7 Chatbots

Der Vollständigkeit halber führe ich hier auch Chatbots auf, welche sich aber meiner Meinung nach erst ab sehr großen Besucherzahlen lohnen. Bei kleinen und mittelständischen Unternehmen ist der persönliche Kontakt noch immer das wichtigste Mittel, um Kunden zu gewinnen.

Chatbot Fenster können außerdem die Benutzerfreundlichkeit in der mobilen Ansicht einschränken. Ähnlich wie Pop-ups überdecken sie einen Teil der Webseite und sorgen so schnell für Frustration.

2. So kannst Du Deine Kontaktwege optimieren

2.1 Benutzerfreundlichkeit

Du kannst die E-Mail-Adresse und auch die Telefonnummer mittels HTML-Code in Deiner Webseite anklickbar machen. Das hilft vor allem den mobilen Besuchern, am Smartphone direkt Kontakt aufzunehmen, ohne per Copy-Paste umständlich die E-Mail-Adresse oder Telefonnummer einzutippen. Für Dich hat es aber noch einen weiteren Vorteil, und zwar die Messbarkeit.

Kontaktformulare und Online Kalender müssen natürlich auch in der mobilen Ansicht gut bedienbar sein. Hier lohnt es sich, auch mal selbst das Smartphone in die Hand zu nehmen und zu testen. Geringe Felder-Abstände und zu kleine Buttons sind zu vermeiden.

2.2 Messbarkeit der Kontaktanfragen

In Google Analytics kann man die Klicks auf die E-Mail-Adresse, die Telefonnummer oder das Abschicken eines Formulars erfassen und somit auch messbar machen. Die Webseite messbar zu machen, ist die Voraussetzung für eine Optimierung und damit die Erhöhung der Anfragen.

2.3 Vorqualifizierung der Kontakte

Du möchtest nur mit den guten Interessenten sprechen? Kein Problem! Durch die digitalen Kontaktwege ist eine Vorqualifizierung ganz einfach möglich.

Baue einfach eine Checkbox ein, die der Besucher anhaken muss, um einen Termin im Online Kalender zu vereinbaren.

Wir fragen beispielsweise bei der Terminvereinbarung in unserem Online Kalender ab, ob bestimmte Kriterien zutreffen. So vermeiden wir, dass Gründer oder Startups anfragen, da unser Angebot für sie einfach nicht geeignet ist, da sie andere Herausforderungen wie etablierte B2B Dienstleistungsfirmen haben.

2.4 Online Positionierung als Problemlöser

Eine gute Positionierung und das Herausstellen des Kundennutzens helfen Dir, mehr Anfragen über die Webseite zu bekommen. Durch eine klare Online Positionierung nimmt der Interessent Dein Unternehmen als Problemlöser wahr. Eine scharfe Positionierung erhöht die Anfragequote erheblich.

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