Wie komme ich bei Google auf Seite 1?

Eine sehr häufige Frage im Zusammenhang mit Suchmaschinenoptimierung ist: „Wie komme ich bei Google auf Seite 1?“ bzw. noch besser „Wie komme ich auf Platz 1?“.
Der Wunsch, mit der eigenen Unternehmenswebseite sehr gut gefunden zu werden, ist naheliegend und der Grund dafür, überhaupt SEO in Angriff zu nehmen.

In diesem Artikel möchte ich Dir die ausschlaggebenden Faktoren erklären, welche eine Website in Google nach vorne bringen. Du erfährst außerdem, wann gute Rankings (= Platzierungen in Google) den erhofften wirtschaftlichen Erfolg bringen und wann sie eher schaden können.

Hier schreibt:

Lisa Sirch
Lisa Sirch

Marketing­­beraterin

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1. Wähle die richtigen Keywords

Wie bei vielen Projekten steht auch zu Beginn der Suchmaschinenoptimierung eine Zieldefinition an: Zu welchen Suchbegriffen soll Dein Unternehmen auf der ersten Google-Seite gefunden werden?

Die meisten Firmen wählen einen Hauptbegriff, wie etwa die Branche dafür aus. Aber: Sucht der Kunde wirklich in dieser Art und Weise? Ist der Begriff eindeutig und klar?

Ein Beispiel dazu: Menschen, die „IT Dienstleistungen“ suchen, möchten sich eher grundlegend über die Branche informieren. Oder sie möchten eine Ausbildung oder einen Job im entsprechenden Bereich suchen.
Potenzielle Kunden würden eher nach „IT Service“ googeln. Die Suchintention ist also ein entscheidender Faktor, um wirklich die richtigen Leute anzuziehen.

Neben der passenden Bedeutung des Keywords spielt auch das Suchvolumen eine Rolle. Suchvolumen bezeichnet die Anzahl der Leute, die pro Monat nach einem Begriff suchen. Bei beliebten Keywords mit hohem Suchvolumen ist es schwieriger, weit vorne in den Ergebnissen zu landen.

Bei der Optimierung einer Website spielt daher gerade eine spitze Positionierung eine Rolle. Bereits gut positionierte Firmen sprechen bestimmte Zielgruppen an. Das kann man sich auch bei SEO zu Nutze machen und auf die passende Nische optimieren.

Ein großer Vorteil von spezifischen Keywords und einer Optimierung auf eine bestimmte Zielgruppe ist, dass Websitebesucher diese Klarheit spüren. Sie fühlen sich meist besser aufgehoben und zeigen daher auch eine höhere Anfrage- bzw. Kaufbereitschaft.

Eine optimierte Seite, die ein Keyword mit hohem Suchvolumen abdeckt und Alle anspricht, steht dagegen unter einem hohen Konkurrenzdruck. Mitbewerber mit der längeren Historie und mehr Ressourcen im Online Marketing behalten hier oft die Oberhand. Daher ist es gerade für kleinere Firmen, Mittelständler und alle, die neu mit Suchmaschinenoptimierung starten, viel besser, in der Nische zu starten.

Zur Auswahl der richtigen Keywords gehört es auch, auf ein Themengebiet zu setzen, worin Dein Unternehmen Experte ist. Damit lässt sich gut recherchieren, was passende Keywords sind. Sind die Themen zu breit gestreut, ist es unglaubwürdig, das alles zu hoher Qualität abzudecken, sofern Du kein Konzern mit vielen Abteilungen bist. Im Abschnitt „Strukturiere Deine Inhalte“ findest Du weitere Informationen, wie eine Unternehmenswebseite ein Themengebiet umfassend abbilden kann.

Es hilft hier sehr, vorab in das strategische Marketing einzutauchen und erstmal zu definieren, welche Angebote von Kunden besonders nachgefragt werden und worin genau der Expertenstatus liegt. Mit dieser Grundlage fällt es deutlich leichter, die richtigen Keywords auszuwählen.

Falsche Keywords für ein Unternehmen sind solche, die nur viele Besucher anziehen und vielleicht sogar dem Besucher auch Nutzen wie z.B. eine Information zu bestimmten ISO-Standards liefern. Aber am Ende steht gar keine Interaktion im Vordergrund. Der Besucher „braucht“ Deine Firma nicht und wird nie ein Kunde. Mit der detaillierten Information auf der Website ist alles getan. Solche populären Suchbegriffe können sogar schaden, denn Google bewertet Domain-übergreifend. Gibt es ein sehr dominantes Thema mit vielen Besuchern, wird die komplette Website in dieses Themengebiet einkategorisiert, was gar nicht zum Kerngeschäft gehört. Ein einziger, gut gefundener Blogartikel kann so das ganze Thema der Website verfälschen und dafür sorgen, dass die wichtigen Seiten wie Deine Angebote förmlich untergehen. Mit regelmäßigen SEO Reports fällt so ein Missverhältnis schnell auf und es kann gegengesteuert werden.

2. Schaffe Nutzen

Nutzen zu schaffen, bedeutet erstmal, zu verstehen warum jemand nach einem bestimmten Begriff sucht.

  • Was will diese Person wissen?
  • Geht es darum, sich erstmal grundlegend zu informieren?
  • Oder geht es darum, schon konkret zu einem bestimmten Ergebnis zu kommen?
  • Geht es um eine Transaktion (= etwas kaufen, etwas bestellen oder buchen)?

Mehr zum Thema Suchintention findest Du hier im Artikel „Die richtigen Keywords finden“.

Je nach Suchintention ergibt sich also eine Erwartung an die Website. Google bewertet es positiv, wenn Websites diese Erwartung treffen. Also wenn sich der Besucher lange aufhält, intensiv liest, evtl. sogar innerhalb der Seite auf einen Button klickt oder auch den Link als Empfehlung weiterteilt. All das ist messbar und sorgt langfristig in der Summe für eine bessere Google Position.

Erst geben, dann nehmen. Dieses Business Prinzip ist auch auf Websites anzuwenden.

Ein Besucher soll Vertrauen aufbauen können. Geht es um reine Angebotsseiten, wo am Ende der Verkauf einer Dienstleistung das Ziel ist, helfen folgende Elemente:

  • Foto des Ansprechpartners
  • Mehrere zeitlich flexible Methoden zur Kontaktaufnahme (Telefon, E-Mail, Kalender)
  • Das Angebot, erstmal unverbindlich sein Problem zu schildern (Kostenloser Kennenlerntermin, Erstgespräch)
  • Qualitätsmerkmale (Kundenbewertungen, Zertifikate)

Mit gewissen Extras wie einem Selbst-Test, einem Quiz, Fallbeispielen oder auch mit einem Preis-Kalkulator sorgst Du dafür, dass sich Menschen gerne mit Deinen Inhalten auseinandersetzen und schon vor der Zusammenarbeit einen Nutzen empfinden.

Durch Kundennutzen zur Nummer 1. Das ist unser Slogan bei Webgeist und durchaus doppeldeutig zu verstehen. Websites mit nützlichen Inhalten, Leserführung und einer übersichtlichen Struktur haben das Potenzial, Top Positionen in Google zu erreichen. Mit dieser Haltung optimieren wir Websites: für den potenziellen Kunden, der bei Deiner Firma anfragen soll.

3. Strukturiere Deine Inhalte

Google liebt Strukturen, sowohl innerhalb der kompletten Website, aber auch in einer einzelnen Landingpage.
Um zu einem Thema als Autorität wahrgenommen zu werden, empfiehlt es sich, vor dem Aufbau einer neuen Website oder vor dem Relaunch die Website-Architektur genau planen zu lassen.

Idealerweise deckt jede Unterseite ein anderes, themenverwandtes Keyword ab.
Für welches Angebot kann welches Keyword zugeordnet werden? So werden Deine Dienstleistungen auch von Interessenten gefunden.

Eine Website ist übrigens nie „fertig“. Es ist ratsam, mit dem wichtigsten Themenkomplex zu starten und andere Unterseiten nach und nach aufzubauen. Das hilft auch bei der Budgetverteilung. Stell Dir vor, Du möchtest ein Haus einrichten. Wichtig ist ein großer Flur (die Startseite), der Treppen und Gänge zu allen Räumen vorsieht. Einzelne Räume können angelegt sein, aber die Einrichtung erfolgt nach und nach. Das Menü einer Website kann unabhängig von der geplanten Struktur veröffentlicht werden. Es kann daher mit den wichtigsten Unterseiten gestartet werden, ohne dass die Website kaputt oder unfertig aussehen muss. Starte besser mit Basisinhalten, als keine Inhalte und ein Baustellenschild anzeigen zu lassen.

Innerhalb einer einzelnen Landingpage sind Überschriften, Absätze und Strukturen wie Listen und grafische Elemente sinnvoll. Bilder wecken Emotionen und lockern den Text auf. Am Ende der Seite soll der Besucher genau erfahren, was zu tun ist: Anrufen, einen Termin buchen etc. Wichtige Elemente wie ein Button oder eine Telefonnummer soll sich farblich abheben vom Rest der Seite. Alles, was den Besucher zufriedenstellt, hilft auch bei einem besseren Ranking.

4. Optimiere die regionalen Ergebnisse

Da es nicht allen Menschen bewusst ist: Die Google Suchergebnisse sind nicht überall gleich. Es macht einen Unterschied, ob Du selbst in Deinem Standort nach Deiner Firmenwebsite suchst oder aus einer anderen Stadt oder aus einem anderen Bundesland.

Seite 1 ist also nicht gleich Seite 1.

Hast Du stark regional geprägte Angebote, wo z.B. ein Techniker zu Supportdiensten bei anderen Firmen anreist, macht es Sinn, auf Deine Region und den Umkreis zu optimieren. Damit geht es dann auch leichter, in Deinem Gebiet gut gefunden zu werden. Wer in der Nähe nach Deiner Dienstleistung googelt, sollte diese leichter finden als ein Angebot 300km entfernt.

Ein effektives Hilfsmittel ist der Google My Business Eintrag. So erscheint Dein Unternehmen in Google Maps. Auch in der Suchergebnisliste wird Deine Firma prominenter mit dem Business Eintrag angezeigt.

Für überregionale Dienstleistungen wie eine Videoberatung online gilt es ebenfalls, dies zu kennzeichnen, damit klar wird, dass keine Anreise erforderlich ist. Es besteht die Chance, den Kundenstamm so auszuweiten.

Lisa Sirch, Marketingberaterin
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5. Fazit

In einer Unternehmenswebseite liegt viel Potenzial, gut gefunden zu werden. Am besten ist es, SEO von Anfang an einzuplanen, noch bevor ein Programmierer oder ein Webdesigner beauftragt wird. Nur so ist vorab klar, wie umfangreich die Website wird und welche Inhalte wirklich relevant und geschäftsentscheidend sind.

Übrigens: Mit der Optimierung auf Deinen Firmennamen erreichst Du in erster Linie Menschen, die Deine Firma eben schon kennen. So ist es meist ein Leichtes, zu Deinem Namen auf der Google Seite 1 gefunden zu werden. Suchmaschinenoptimierung zielt viel mehr darauf ab, neue Interessenten auf Deine Firma aufmerksam zu machen.

Letztlich ist die Optimierung einer Website aber auch ein langfristiges Projekt, was aber nachhaltig Früchte trägt. Stehst Du zu relevanten Begriffen weit vorne auf Top Google Positionen, so bringt Dir das jeden Tag neue Websitebesucher und damit laufend potenzielle Interessenten.

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