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Thematische Vision Boards erstellen – so erreiche ich Ziele

  • Geschätzte Lesezeit: 8 Minuten

Hier beschreibe ich meine persönliche Vision Board Methode, um Etappenziele zu erreichen. Das geht für jedes Thema, aber dazu später mehr Details.

Ich habe bisher gute Erfahrungen damit gemacht, denn ich habe bisher jedes Ziel erreicht, seit ich diese Methode umsetze.

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Urlaubsziel erreicht: Ende Mai / Anfang Juni 2019 waren wir 14 Tage auf Kreta

Was ist ein Vision Board?

Ich kenne übliche Vision Boards so, dass im Januar die Ziele für das neue Jahr geplant werden. Daraus entsteht dann eine Ziel-Collage. Die Bilder werden in der Regel aus Print-Magazinen herausgeschnitten. Oder man sammelt Postkarten dafür. Von den Motiven her sehe ich oft Ziele vermischt mit „schönen Dingen“, die man in seiner Umgebung haben möchte. Man kann eine Pinnwand oder Magnettafel dafür verwenden. Oder auch einen großen Papierbogen bekleben.

Warum mache ich es anders?

Bei der üblichen Methode passt für mich der zeitliche Rahmen nicht. Ich lebe nicht von Januar bis Dezember. 😉 Mir ist der Sommer sehr wichtig, in dieser Jahreszeit tanke ich am meisten Energie auf. So möchte ich von Mai bis September mehr Fokus auf Urlaub und Freizeit haben. Viele meiner privaten Ziele sollen sich damit schon im Frühjahr oder Sommer erfüllen. Die wichtigen Business Ziele kann ich gedanklich besser für den Herbst und Winter einplanen.

Aber besonders stört mich das Vermischen von Zielen in allen Lebensbereichen. Ein herkömmliches Vision Board zeigt alle Ziele zugleich. Es gibt ja das Sprichwort: Wer zwei Hasen jagt, fängt keinen davon. Und ich finde, das stimmt. Man kann nicht in allen Lebensbereichen gleichzeitig Gas geben. Bei mir ist es so: Mal liegt mein Fokus mehr auf dem Business, mal ist es die Familie, mal der Sport.

Die große Vision vs. der Alltag

Seit ich Vision Boards kenne, bin ich davon fasziniert. Besonders gut erinnere ich mich an die Szene beim Film zu „The Secret“, wo ein Mann sich sein Traumhaus visualisiert hat. Jahre später zieht er um und packt Kisten aus, die er lange Zeit in einem Aufbewahrungslager hatte. Aus einer Kiste zieht er eine gerahmte Collage: Das Vision Board, er hatte es schon fast vergessen. Man sieht darauf ein Haus abgebildet. Dieses visualisierte Haus sah dem, in welchem er jetzt wohnt, sehr ähnlich. Sein Traum hatte sich erfüllt.

Lebensziele und wissen, wo man hinmöchte, finde ich wichtig. Doch ich kann im Alltag wenig dafür konkret umsetzen. Das Problem bei diesen „Think Big“-Zielen ist: Sie sind irgendwie sehr weit weg von der jetzigen Realität.

Ich mag immer einen Startpunkt haben und quasi die ersten Meter meines Weges schon sehen und mir denken: „So könnte es funktionieren!“ Wenn ich mir also Teilziele setze, sind diese herausfordernd. Aber nicht unmöglich.

Für mich ist es immens wichtig, diese Ziele auch zu schaffen. Also muss ich mich auf wenige, wirklich erstrebenswerte Ziele fokussieren. Daher habe ich für mich eine andere Methode entwickelt.

Wie erstelle ich ein Vision Board?

  • Es beginnt mit einem Zielsatz nach der SMART-Methode.
  • Gerne wähle ich dazu auch noch passende Emojis aus. Ja, lustige Spielerei, ich mag diese knuffigen Symbole.
  • Das allerwichtigste Bild: Ein Foto von mir bzw. meiner Familie.
  • Die Bildersuche erfolgt bei mir rein digital. Ich verwende gerne Bilder der beiden kostenlosen Plattformen Pixabay und Unsplash
  • Ich zeige mit den Bildern auch Detailaspekte, die mir bei der Zielerreichung wichtig sind. Für den Urlaub habe ich bewusst Aktivitäten wie Yoga, Lesen und Fotografieren abgebildet, zu denen ich im Alltag einfach zu wenig komme.
  • Ich drucke die Bilder selbst am Tintenstrahldrucker aus.
  • Beim Ausschneiden achte ich auf einen weißen Rand von ca. 5 mm, das grenzt die Bilder besser voneinander ab.
  • Ich stelle die Bilder dann spontan und nach Gefühl zusammen und klebe sie auf einen bunten Kartonbogen in ca. DIN A2 Größe.
  • Ich hänge das Vision Board an einen gut sichtbaren Ort, wo ich mich oft aufhalte.
  • Wichtig ist mir, das Vision Board auch zu fotografieren. So kann ich es digital als Bildschirmhintergrund auf dem Laptop oder Smartphone anschauen. Oder mich unterwegs in einer schwierigen Situation damit motivieren. Daher verwende ich kein glänzendes Fotopapier.
  • Ich zeige meine Vision Boards vor der Zielerreichung nicht öffentlich. Ich mag diesen öffentlichen Druck in Form von Commitments generell nicht. Ich bin nur mir selbst und meiner Familie verpflichtet.

Du kannst alles anders machen, keine Frage. Was ich Dir aber generell empfehle: Mach unbedingt ein Foto von Dir selbst aufs Vision Board. So wird das Ziel Dein Ziel, Du nimmst es besser für Dich an und kämpfst auch dafür. Vielleicht kannst Du auch an vergangene Erfolge anknüpfen und eine ähnliche Situation wählen. In meinem Vision Board fürs Laufziel 2019 ist ein Foto mit mir von der gleichen Veranstaltung im Jahr 2017 drauf. Ich wollte 2019 einfach besser werden, was gut funktioniert hat.

Für Firmenziele sollte auch das ganze Team mit aufs Vision Board.

Wie visualisierst Du Deine Ziele? Es gibt mittlerweile ja auch die Möglichkeit, mit Videos zu arbeiten. Oder reichen Dir die Ziele als ausgedruckten Satz oder symbolischen Begriff formuliert? Jeder Mensch ist da anders, wichtig ist nur seinen Weg zu finden, der funktioniert.

Urlaubsziel erreicht - Familienurlaub in Kreta im Mai / Juni 2019

Mein Laufziel 2019 hab ich erreicht: Ich wurde nach 23,5km vom Zielauto eingeholt

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Über den Autor:

Lisa Sirch ist Marketingberaterin bei Webgeist. Neben Kundenbetreuung und Marketingstrategie kümmert sich Lisa um den kreativen Part wie Branding, Content Marketing und Webdesign. Webgeist steht für das Beste aus Web und Unternehmergeist. Wir geben Dienstleistern die nötige Klarheit für eine erfolgreiche Online Positionierung.

4 Kommentare

  1. Silke 26. Juli 2019 um 9:22 Uhr - Antworten

    Gefällt mir gut, wie Du das angehst, liebe Lisa. Auch der Aspekt, dass man nur sich selbst verpflichtet ist, gefällt mir gut. Es deckt sich mit meiner Auffassung, dass man seinen eigenen Weg finden und gehen sollte – und Impulse, Methoden und Ideen für sich selbst modifiziert. Ein Original zu werden.
    Der Etappengedanke gefällt mir auch – denn auch das ist entgegen dem, was wir derzeit immer hören: groß, größer, am größten….
    Danke für Deine Impulse.

    • Lisa Sirch 26. Juli 2019 um 13:32 Uhr - Antworten

      Danke liebe Silke für Deinen Kommentar! Das stimmt, es muss nicht immer sofort groß, größer, am größten sein. Für manche Ziele finde ich es sogar besser, Schritt für Schritt hineinzuwachsen. Da fühle ich mich dann wohler, als nach dem Sprung ins kalte Wasser.
      Ich freue mich, wenn Du Dir was mitnehmen konntest!
      LG, Lisa

  2. Brigitte 26. Juli 2019 um 22:44 Uhr - Antworten

    Das probiere ich am besten gleich aus! Habe mal eines in einer Yoga-Ausbildung gemacht, aber wie du geschrieben hast, das war total unspezifisch – einfach aus Zeitschriften ausgeschnitten, was sich gut angefühlt hat. Bin auch immer daran gescheitert, dass ich keine Zeitschriften habe :) Die Idee mit digitalen Fotos ist suuuper! Dass man es nur für sich macht, finde ich gut. Manchmal hilft es mir aber, dass ich dadurch auch Druck von Außen bekomme, indem jemand nachfrägt oder mitmotiviert (bei meinen Marathons war das damals zumindest so). Da wusste ich irgendwann, ich will nicht kneifen, wenn jeder es weiß :) Aber so für sich persönlich kenne ich es auch. Dann mache ich mich jetzt gleich mal dran und probiere das aus! Danke, Lisa!

    • Lisa Sirch 29. Juli 2019 um 11:07 Uhr - Antworten

      Oh, danke Brigitte für Deinen lieben Kommentar! Ja, das mit den Zeitschriften hat mich ebenfalls nicht (mehr) angesprochen, weil ich im Alltag auch nicht mehr in Zeitschriften lese. Das war einmal. ;)
      Ja, das mit dem Druck von außen kann ich schon nachvollziehen, aber bei mir hat das oft nicht den gewünschten Effekt gehabt. Da kneife ich dann noch eher, weils nicht komplett aus mir heraus kommt.
      Ich wünsche Dir viel Erfolg mit Deinem(n) Vision Board(s). LG, Lisa

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