Du bist hier: Webgeist » 4 Jahre Selbstständigkeit – Ziele setzen und erreichen

4 Jahre Selbstständigkeit – Ziele setzen und erreichen

  • Geschätzte Lesezeit: 16 Minuten

In diesem Artikel geht es ums Ziele setzen und erreichen, da mich dieses Thema in den letzten Jahren besonders beschäftigt hat. Ich zeige die Strukturen und meine Interpretationen, die ich für mich gefunden habe, um Dinge auf die Straße zu bringen.

Der Artikel ist in 3 Teile aufgeteilt

Unternehmergeschichte – Die Kapitel

Ich liebe es, wenn Menschen über sich hinauswachsen. Die Geschichten dahinter finde ich immer besonders interessant und motivierend. Einmal pro Jahr, wenn sich mein Schritt in die Selbstständigkeit jährt, lasse ich andere an meiner Unternehmergeschichte teilhaben.

Kurz vorgestellt: Was unsere Firma Webgeist macht

Wir entwickeln für Firmen mit 2–10 Mitarbeitern eine attraktive Online Positionierung, um zahlungskräftige Wunschkunden zu erreichen.
Am Ende erhältst Du einen kundenorientierten und suchmaschinenoptimierten Webseitenaufbau, den ein Webdesigner dann umsetzen kann.

Unser Motto ist: Deine Webseite arbeitet für Dich.

Mein Name ist Richard Sirch, ich arbeite als Strategieberater und Unternehmer. Zusammen mit meiner Frau Lisa betreibe ich die Firma Webgeist. Im April 2017 haben wir für unsere Online Positionierung den Strategiepreis 2017 für Innovation von Bundesverband StrategieForum e.V. erhalten.

Was ich im 4. Jahr Selbstständigkeit gelernt habe

Im 4. Jahr Selbstständigkeit habe ich besonders in Sachen Soft Skills viel gelernt.

  • Ich habe gelernt, wie man Ziele setzt, kontrolliert und erreicht (nachfolgend im Artikel, wie ich das angehe).
  • Ich habe akzeptiert, dass ich kein Multitasking kann. Oft wird von Erfolgskonzepten gefordert, man muss sich um diverse Dinge kümmern, um erfolgreich zu sein. Ich kann das nicht. Ich verbringe lieber viel Zeit, wie ich viele Dinge erfolgreich zu einem einzigen Ziel und Plan kombiniere. Und dann kümmere ich mich darum.
  • Auf den Bauch hören ist wichtig. Der Bauch versteht oft schon, was abgeht, während das Hirn noch rattert. Öfter mal zuhören.
  • Persönlichkeitsentwicklung durch Seminare und Coaches ist sehr wichtig, teils mega effektiv und kein Hokuspokus. Das Trainieren des Unterbewusstseins bedeutet beim richtigen Anbieter kein Umkrempeln, sondern das Stärken der eigenen Persönlichkeit. Leider ist das öfters auch ein toter Winkel, bei dem Du erst im Nachhinein weißt, dass Du da Defizite hattest.
  • Es ist gut, wenn einem etwas gegen den Strich geht, dass man den Ärger zulässt und nicht in sich hineinfrisst. Das muss nicht negativ sein, es geht darum ins Handeln zu kommen und eine Lösung zu finden.
  • Ich bin inzwischen ganz gut darin, harte Entscheidungen zu treffen, viel besser als noch vor 1 Jahr. Hauptsächlich deswegen, weil ich viel besser weiß, was ich will und was ich nicht will.
  • Es gibt Leute im privaten Umfeld, denen Du offenbar egal bist oder Dir einfach Energie entziehen. Kontakt zu diesen Leuten abzubrechen ist ein guter Weg mental gesund zu bleiben und glücklicher zu werden.
  • Es gibt Kunden, Mitarbeiter oder Lieferanten, denen Deine Firma offenbar egal ist oder einfach Deiner Firma Energie entziehen. Kontakt zu diesen Leuten abzubrechen ist ein guter Weg zu einer tollen Firmenkultur und um noch erfolgreicher zu werden.
  • Es funktioniert, Kunden etwas Gutes tun und dabei Geld zu verdienen. Tatsächlich macht das sogar Spaß und ist erfüllend, den Kunden wachsen zu sehen!
  • Ich mag unsere Kunden sehr. Genau genommen sehen wir unsere Kunden mehr als Partner auf Augenhöhe. Das rockt! Das drückt sich wiederum aus in einer 100 % Du-Quote mit den Firmeninhabern, pünktlichen Zahlungen, echt netten Empfehlungen, und vielem mehr.

Ziele setzen und erreichen

Ziele setzen ist das eine, Ziele erreichen das andere.
Ich bin Praktiker. Zieldefinition und Planung sind wichtig, Umsetzung aber auch.
Daher starte ich so schnell wie möglich. Während der Umsetzung erfährst Du immer neue Dinge, die das Ziel noch besser definieren und die Planung vereinfachen.

Es gab viele Zeiten in den letzten Jahren, da habe ich jeden Tag etwas Neues gelernt. Ich habe Dinge erreicht, schneller als gedacht beziehungsweise schneller als geplant. Und ich habe viele Fehler gemacht, schlimmer als gedacht. Gelernt habe ich immer.
Daher hier mein Best Of an Ansätzen und Methoden, die tatsächlich (für mich) funktionieren, um Ziele zu setzen und zu erreichen. Versuche es selbst, was für Dich passt!

Ziele setzen

Persönliche Werte – Wissen, was Du willst

Um erfolgreich zu sein, musst Du wissen, was Du willst – und was Du nicht willst. Ich finde, das wird viel zu oft vernachlässigt in Erfolgskonzepten.

Was ist Deine Basis, in der Du Dich wohlfühlst? Was macht Dir Freude? Was gibt Dir Sinn? Hier geht’s um Dich, nicht was von denen da draußen erwartet wird.

Persönliche Werte sind Überzeugungen und eine Grundeinstellung, was Dir wichtig ist im Umgang mit Dir selbst und mit anderen. Leider habe ich viel zu spät angefangen meine Werte schriftlich auszuformulieren. Ich kann jedem nur empfehlen, das so bald wie möglich zu tun. Es erspart viele Irrwege.

Inzwischen ist es mir sehr präsent, was mir wichtig ist. Nicht unbedingt, dass ich es wörtlich auf den Punkt bringen kann. Es ist mehr eine Alarmglocke, die bei mir im Kopf zum Läuten anfängt, immer lauter wird und mich ins Handeln treibt.
Diese Selbstsicherheit führt zu schnellen Entscheidungen.

Der Sinn von persönlichen Werten ist, dass Du Deinen Wohlfühlbereich kennst und Dich darin zurückziehen kannst. Im Gegensatz zu denen, die „Raus aus der Komfortzone!“ schreien, bin ich ein regelrechter Fan der Komfortzone geworden. Jeder, der für irgendwas im Leben regelmäßig Verantwortung übernimmt, ist sowieso zwangsweise immer wieder außerhalb seiner Komfortzone. Gerade Selbstständige, Gründer, Unternehmer und Führungskräfte sind Menschen, die quasi außerhalb der Komfortzone leben. Gut, wenn Du weißt, was Dir wichtig ist und Dir guttut. Es gäbe sicherlich auch weniger Burnouts, wenn den Menschen klarer wäre, wo sie Grenzen setzen müssen, um mental gesund zu bleiben.

Wenn Du noch nicht weißt, was Dir wichtig ist, fange einfach mal an aufzuschreiben, lese ein Business Buch, schaue einschlägige YouTube-Videos, gehe auf ein Seminar oder hole Dir einen erfahrenen Coach, der auf Dich eingeht.

Wertelisten finde ich schwierig, weil das was mir wichtig ist, hat meistens einen Kontext. Daher ist es besser, bestimmte Situationen zu betrachten, die ausgesprochen positiv bewegend oder sehr schwierig waren. Etwas, wo dazu ein Bild im Kopf vorhanden ist. Zu tief in die Vergangenheit zu gehen, finde ich nicht besonders hilfreich, weil mir heute zum Teil andere Dinge wichtig sind, wie früher. Deswegen lohnt es sich auch, die persönlichen Werte immer wieder mal auf den Prüfstand zu stellen.

Persönliche Ziele definieren – Wissen, wohin Du willst

Erst wenn Du Deine persönlichen Werte weißt, kannst Du vernünftige persönliche Ziele definieren. Ziele müssen sich auch innen drin richtig anfühlen, sonst ist es nur eine Zahl mit Datum. Du kennst diese guten Vorsätze zum Jahreswechsel, die schnell in Vergessenheit geraten? Vielleicht war das Ziel nicht attraktiv genug, weil es sich nicht mit Deinen persönlichen Werten überschneidet?

Persönliche Ziele zu setzen, bedeutet für mich die Komfortzone der Zukunft zu definieren.
Hier solltest Du Dich an Pippi Langstrumpf halten: Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt.
Stelle Dir vor, was immer Verrücktes Du toll fändest. Stelle Dir vor, wie sich das anfühlt. Wer ist dabei? Was machst Du gerade? Wenn Du es Dir vorstellen kannst, stelle Dir sogar vor, wie Dein Tag aussieht. Für mich klappt eine Momentaufnahme am besten. Also, was wäre cool?

Ich kenne es von einigen Erfolgsmodellen, dass man verschiedene Lebensbereiche wie Gesundheit, Familie, Beruf und die dazu passenden Lebensziele aufschreiben soll. Wie schon eingangs erwähnt, kann ich aber kein Multitasking. Wenn ich mehrere Ziele gleichzeitig verfolge, bin ich ständig unzufrieden und keines klappt so richtig. Ich bin dagegen leider noch immer nicht so richtig immun, dass ich mir Sachen gleichzeitig vornehme. Es wäre viel besser am aktuell wichtigsten und dringlichsten Problem zu arbeiten, das mich weiterbringen und Blockaden lösen würde. Ist dieser Engpass gelöst, lösen sich alle anderen Probleme auch auf, weil sie nur Symptome waren. Teilweise bekämpfe ich noch immer Symptome, was natürlich Energieverschwendung ist. Mehr dazu findest Du im Buch „Das große 1×1 der Erfolgsstrategie“ bei unseren Business-Bücher-Empfehlungen unter den Strategie Büchern.

Grundsätzlich versuche ich, als Ziel eine einzige Lebenssituation vorzustellen und diese zu fühlen. Nimm Deinen Sack voller Wünsche und Ideen und schau, ob sie zu dieser Traumsituation passen.
Wenn ja, vermerke Dir diese Dinge als Etappenziele.
Wenn nein, willst Du diesen Wunsch wirklich oder ist es nur nice to have? Dann lass das weg und kümmere Dich nicht weiter darum.

Steht das nächste Etappenziel an, kannst Du Dir das auch vorstellen und vorfühlen. Am besten machst Du das immer wieder. So tust Du automatisch Dinge, die in Richtung der Wunscherfüllung gehen. Und es passieren seltsame Zufälle, die Dich voranbringen. Ich habe es immer wieder gehabt, dass plötzlich ein Flow kommt.
Wenn Du in die falsche Richtung läufst, werden hingegen die Widerstände immer härter.

Persönliche Ziele – Ist das wirklich so wünschenswert?

Nachdem Du Dir das jetzt so ausgemalt hast: Willst Du das wirklich? Hat das jemand schon? Wie ist seine Erfahrung? Willst Du wirklich ein freistehendes Haus auf Mallorca haben und hältst die regelmäßigen Rückflüge zu Familie und Business-Terminen aus? Was könnten mögliche Widerstände oder Schattenseiten sein? Wer ist da noch? Magst Du die? Wie ist das Wetter? Die Infrastruktur? Wie ist das Internet? Wie sieht’s da in 10 Jahren aus? Bist Du schonmal die Stunde im Berufsverkehr zum Flughafen gefahren? Oh, es dauert im Berufsverkehr eher 2 Stunden?

Daher notiere ich mir unregelmäßig immer wieder mal Erkenntnisse oder recherchiere etwas, das die Traumsituation und Sachen rund herum betrifft. Die App Evernote kann ich dafür sehr empfehlen.
Viele kleine Hebel richten sich inzwischen schon in diese Richtung.

Unternehmenswerte definieren – Wissen, was wir wollen

In einer noch frühen Phase unserer Firma haben wir uns zusammengesetzt, um unsere Unternehmenswerte zu bestimmen. Seitdem hat sich viel geändert, die Unternehmenswerte haben sich interessanterweise nicht geändert. Wenn Du als Unternehmer nur für Dich weißt, was Dir wichtig ist für die Firma, dann ist es natürlich nicht möglich, dass alle an einem Strick ziehen.

Bei Webgeist sind folgende Firmenwerte herausgekommen: Persönliche Weiterentwicklung, Kommunikation auf Augenhöhe, Nachhaltiges Handeln, Sinnstiftendes Tun.

Firmenwerte sind ein wichtiges, ständiges Ziel, innerhalb dem man sich bewegt. Bewegt man sich außerhalb, kommt es automatisch zu Problemen und Konflikten.
Die Angebote der Firma, das Handeln in der Firma und die Menschen, mit denen man zu tun hat, die Veranstaltungen, die man besucht, alles kann inzwischen bei uns mit der Unternehmenswerte-Schablone betrachtet werden. Das spart unglaublich viel an Ressourcen und Nerven.

Unternehmensziele definieren – Wissen, wohin wir wollen

Webgeist hilft Firmen nachhaltig Neukunden über die eigene Webseite zu gewinnen. Unsere Zielperson ist Firmeninhaber, hat 2–10 Mitarbeiter und denkt ähnlich wie wir. Meist sind das Dienstleister, Berater oder Veranstalter, die sich angesprochen fühlen. Unser Unternehmensziel ist es, unserem Wunschkunden in einem eng begrenzten Bereich das Leben nachhaltig leichter zu machen. Dieses Ziel kann auf unterschiedlichen Wegen erreicht werden.

Wir haben einen 7 Jahres Plan. Dieser Plan hat sich nach und nach herauskristallisiert. Es ist mehr ein Gerüst, als ein konkreter Plan.
Für jedes Jahr ist ein Etappenziel festgelegt. Wie wir das machen, bleibt offen. Nur für die nächsten Monate haben wir konkrete Tätigkeiten.
In unserem Plan sind monatliche zielführende Tätigkeiten vorgemerkt, die gut wären, um das Gesamtziel in 7 Jahren zu erreichen.
Es kommt immer das Leben dazwischen, es lohnt nicht alles im Detail vorauszuplanen.
Wir schreiben außerdem jede Woche handschriftlich an die Wand, was wir in der Firma diese Woche erreichen wollen. Wenn ein Mini-Ziel erledigt ist, haken wir es ab. Das fühlt sich gut an. Jeder weiß außerdem, woran der andere gerade arbeitet. Diese unkomplizierte Kommunikation und Projektmanagement geht natürlich auch mit digitalen Tools wie Mindmeister, Trello oder Slack.

Ziele erreichen

Energie für das Ziel

Du begibst Dich aus Deiner aktuellen Komfortzone hinaus und arbeitest Richtung Ziel. Ich nenne dieses Ziel die zukünftige Komfortzone, damit klar ist, dass es etwas persönlich Erstrebenswertes ist. Dazwischen liegt die unbekannte Herausforderung.

Um Energie und Kraft zu tanken solltest Du immer wieder in Deiner aktuellen Komfortzone vorbeischauen. Deine persönlichen Werte sind hilfreich, damit Du Deine aktuelle Komfortzone besser kennst, doch natürlich spielen auch andere externe Dinge mit rein. Ein Beispiel, was ich damit meine: Manche Leute erhalten Energie, wenn sie unter Leuten sind, andere erhalten Energie, wenn sie allein sind. Sobald Du weißt, was dir guttut, kannst Du Energie tanken und Dich neuen Herausforderungen stellen. Wichtig ist das Bewusstsein, für Dich angenehme Situationen aktiv zu ermöglichen. Wenn Du die Energiespender weißt, kannst Du sie auch aktiv einplanen und Zeit dafür blocken. Wie ein wöchentliches Abendessen im Restaurant mit Deinem Partner.

Im Team ist es übrigens deutlich einfacher voranzukommen, gibt Energie und macht außerdem mehr Freude.
Den Begriff Team sehe ich etwas weit gesteckter. Das Team, das sind nicht nur Deine Kollegen und Mitarbeiter, sondern Leute aus Deinem Netzwerk, partnerschaftliche Dienstleister, Freunde, in erster Linie, aber natürlich Dein Lebenspartner und Familie.

Schnellchecks, wenn Du feststeckst

3 Tipps, für Situationen, in denen man nicht weiterkommt.

Schnellcheck 1:
Ist es das Kernproblem oder ist es nur ein Symptom? Die meisten Probleme sind nur Symptome. Es gibt immer nur ein Kernproblem, den sogenannten „Engpass“. Die Fragestellung „Problem oder Symptom“ ist eine ganz stark gekürzte Fassung der „Engpass konzentrierten Strategie“. Für mich ist die Kurzfassung allerdings alltagstauglicher.
Ich kann einen bestimmten Zeitrahmen (z. B. nach 6 Wochen prüfen) oder ein bestimmtes Budget (z. B. 1.000 Euro) oder irgendein messbare sinnvolle Anzahl (wie 100 Besucher auf einer Landingpage) wählen, in dessen Rahmen anzunehmen ist, da müsste eine Wirkung eintreten. Wenn ich einen Rahmen stecke, um etwas zu lösen und das Problem wird nicht messbar besser, dann ist es ein Symptom.
Es geht darum infrage zu stellen, was Du tust. Leider macht man vieles automatisch, das ist ganz normal und läuft dann endlos. Wenn ich einen Engpass löse, dann platzt der Knoten, das ist nicht nur messbar, sondern meist offensichtlich.

Engpass-Beispiel: Wir haben ewig gerätselt, warum wir so eine hohe Absprungrate bei unserer Webseite haben. Nachdem wir die Ladezeit deutlich verbessert haben, ist die Absprungrate von 81 % auf 36 % im Vergleichszeitraum gefallen. Das war der Engpass! Gleichzeitig ist die Besucherzahl, Verweildauer und Seiten pro Sitzung ähnlich stark gestiegen.

Schnellcheck 2:
Interessiert das meine Wunschkunden-Persona? (Was haben wir schon Zeit, Geld und Nerven dadurch gespart unseren visualisierten Kunden zu fragen! Kein Witz.)

Schnellcheck 3:
Welche Interessen aus der Umgebung sind noch an dieser Angelegenheit beteiligt?

Ziel überprüfen – SMART-Ziele

Im Projektmanagement gibt es die SMART-Ziele, eine Definition, um realistische Ziele zu definieren. Prüfe mit SMART, ob das Ziel überhaupt erreichbar ist.

SMART steht für
S – Spezifisch (möglichst konkret)
M – Messbar (in Zahlen ausdrückbar)
A – Attraktiv (für den, der es umsetzen soll attraktiv)
R – Realistisch (realistisch erreichbares Ziel)
T – Terminiert (Zeitrahmen setzen, bis wann das Ziel erreicht werden soll)

Nicht nur das große Ziel, auch Zwischenziele sollten SMART sein. So weißt Du immer, ob Du noch in die richtige Richtung läufst.

Der Plan – Schriftlich denken

Wenn Du weißt, was Deine Ziele sind, schreibe auf, was Du dafür brauchst.
Es hilft, dass Du das, was Du willst, schriftlich formulierst. Das schafft Klarheit und hilft beim Denken.
Wichtig beim schriftlichen Denken ist, dass Du das Ziel in Dir spürst. Gibt es von da drinnen in Dir eine positive oder eher leidende Resonanz? Konzentriere Dich auf die positive Resonanz.
Außerdem ist es wichtig, dass Du das Ziel in positiven Worten formulierst, das geht dann in der Umsetzung leichter von der Hand.
Und immer das Ergebnis formulieren, nicht das Problem beschreiben: In die Hose passen, anstatt Gewicht abnehmen.
Ich schreibe meist handschriftlich in einem Notizbuch Ziele, mögliche Lösungen und Zwischenziele auf. Wenn es konkreter wird, schwenke ich allerdings schnell auf Excel.

Outsourcing an den Plan – Zielerreichung automatisieren

Outsourcing an einen Plan ist etwas Wunderbares. Du hast ein emotionales, positives, konkretes Ziel mit Datum definiert.
Du hast einen groben Plan und Zwischenetappen.
Jetzt geht es darum, die Zielerreichung zu automatisieren.

  • Morgenritual: Hirn ausschalten und tägliche Rituale einhalten. Mache zielführende Dinge jeden Tag. Idealerweise morgens, damit nichts dazwischenkommt. Zum Beispiel Deinen Fortschritt messen, Trainieren, Tagesplanung, an der Lösung arbeiten.
  • Zeitfresser eliminieren: Bewusst Störungen oder Störenfriede wahrnehmen und diesen weniger Aufmerksamkeit erlauben. Was hält Dich immer ab, was kommt in die Quere, was eigentlich lösbar ist?
  • Bewusst auf weniger Business Veranstaltungen gehen. Du musst nicht überall dabei sein. Und wenn eine Veranstaltung mehr Fragen als Antworten liefert, dann ist es Zeit zu gehen. Genau genommen sind viele Veranstaltungen schon im Vorfeld so unscharf, dass Du weder weißt, wer da hinkommt, noch was Du davon am Ende mitnimmst. Geh nicht hin.
  • Überschreibe schlechte Angewohnheiten mit guten Angewohnheiten. Es ist viel einfacher, sich neue Sachen anzugewöhnen, als sich etwas abzugewöhnen.
  • Prüfe täglich, ob Du noch in der Spur bist. Was hast Du gestern für Deine Zielerreichung gemacht?
  • Motivationsfotos, Hintergrundbilder, kreative Passwörter, irgendetwas, was Du immer wieder siehst, schafft die richtige Atmosphäre (hier auch ein detaillierterer Artikel zum Thema Selbstmotivation).
  • Finde Mitstreiter, die ähnlich gestrickt sind wie Du. Tausche Dich aus in Vereinen, Stammtischen, Business Lunches, in Facebook Gruppen oder WhatsApp. Es ergibt sich oft etwas, was Dich weiterbringt.
  • Nimm wahr, was Du tust. Schreibe Dir auf, was Du tust. Schaue immer wieder zurück, damit Du siehst, was Du schon geschafft hast. Du denkst, es geht nichts voran, dabei hast Du schon so viel erreicht.
  • Kleine Erfolge müssen anerkannt und zelebriert werden. Du hast es Dir verdient.
  • In Fehlschlägen solltest Du das Gelernte oder möglichst einen positiven Aspekt suchen. Das schult eine positive Haltung.
  • Wer auf ein Ziel zuarbeitet, muss zwangsweise in irgendeiner Weise einen Preis dafür zahlen. Ich finde es falsch dabei unter seinen Lebensstandard zu fallen, Ziel ist ja ein besserer Lebensstandard wie Unabhängigkeit, bessere Gesundheit, Quality Time mit Familie und Freunden, mehr Komfort, usw. Es gibt ein paar Dinge, auf die kann man verzichten und es gibt Dinge, die braucht man einfach für die Seele. Es wäre ein Rückschritt, manche Dinge zu opfern. Finde eine Lösung, wie es möglich ist, Dir diese guten Dinge gelegentlich weiterhin zu ermöglichen.
  • Rede darüber, was Du willst und interessiere Dich dafür, was die anderen wollen und unterstütze andere.
  • Stärke Deine persönlichen Fähigkeiten durch Seminare oder Coachings.
  • Lies Bücher oder schaue Videos von Leuten, die das schonmal geschafft haben, was Du vorhast.
  • Informationsdiät ist außerdem wichtig. Man muss wirklich nicht über alles Bescheid wissen. Sei lieber selektiv besonders gut informiert.

Ziele aufgeben

Manchmal merkst Du auch, dass das Ziel gar nicht so sexy ist. Du hast das Ziel gesetzt und gemerkt, dass es auf falschen Annahmen beruht? Dann ist es in Ordnung, das Ziel sausen zu lassen. Jetzt fangen sicherlich manche an, unruhig auf ihrem Stuhl zu wippen. Blasphemie, Ziele bewusst aufzugeben! Macht nichts! Ich finde, sich in etwas nicht-zielführendes zu verbeißen wirklich nicht gut. Es ist schrecklich ineffizient und ein Energieräuber.
Wenn es Überwindung kostet, das zu machen, was Du noch nie gemacht hast, dann bist Du meistens auf der richtigen Spur. Dann auf keinen Fall aufgeben! Jetzt wirst Du gleich mehr über das Ziel, den richtigen Weg dahin und möglicherweise sogar Abkürzungen dazu lernen.

Zusammenfassung: Ziele setzen und erreichen

  • Wenn Du die Augen schließt und an das Ziel denkst und Du bessere Stimmung kriegst, dann ist das Ziel gut.
  • Du bist, was Du misst.
  • Ein guter Plan ist nichts Trockenes. Ein selbstentworfener Plan fördert Kreativität, den Plan zu erfüllen. Ein irgendwie gearteter Plan, der die Richtung vorgibt, ist unbedingt notwendig.
  • Brich Dein Ziel herunter auf kleine Häppchen, die Du ganz einfach abarbeiten kannst. 7 Jahresziel, Jahresziel, Monatsziel, Wochenziel, Tagesziel, Tagesablauf, Morgenritual.
  • Erfolg hat 3 Buchstaben TUN. (Johann Wolfgang von Goethe)
  • Gehe immer wieder zurück in Deine Komfortzone, um Energie zu tanken.

Was ist Deine Erfahrung, um Ziele zu setzen und zu erreichen?

Soweit meine Erkenntnisse, um Ziele zu setzen und zu erreichen. Ich bin mir sicher, es gibt nicht den einen richtigen Weg. Das einzige was sicher ist, je kleiner die Schritte werden, desto einfacher wird es durchzuhalten. Je besser sich das Ziel anfühlt, desto besser kann die Motivation aufrechterhalten werden.

Was ist Deine Erfahrung im Ziele setzen und erreichen?

Über den Autor:

Richard Sirch, 1980 in München geboren, stellte schon früh die Warum-Frage und brach damit das Gymnasium ab. Viel später lernte er erst, dass zum Träume verwirklichen auch die Wie-Frage gehört. Er gründete Webgeist, um authentischen Unternehmern zu helfen, nützliche Geschäftsideen über das Internet erfolgreich zu machen. Seit 2001 hat er intensive Erfahrung in effektiver Suchmaschinenoptimierung und strategischer Online Positionierung bei verschiedensten eigenen Portalen und Kundenprojekten aller Art.

Ein Kommentar

  1. Stephanie Mertens 3. Dezember 2017 um 12:47 Uhr - Antworten

    Lieber Richard Sirch,
    ein sehr ansprechender und inspirierender Artikel. Ich drucke ihn mir aus, und werde mich über den Jahreswechsel ein bisschen damit beschäftigen, vielen Dank.
    Ich finde es prima, dass hier ein wenig tiefer geschaut wird, abgeglichen und abgewogen wird, ein Sowohl- als- auch in Betracht gezogen wird. Sehr angenehm. Das hilft auch andere Perspektiven in die eigene Überlegung einzubeziehen. Es ist eine Menge Input. Ich hffe darum, dass auch andere Leser nicht nur drüberfligen, sondern sich ein bisschen Zeit für den gedanklichen Austausch zum Thema Selbständig sein nehmen. 🙂
    Liebe Grüße
    Stephanie Mertens

Schreibe einen Kommentar